Feinstaub-Messstation am Neckartor Stuttgart (Foto: picture-alliance / dpa)

Finale Messdaten des Umweltbundesamtes Verpestete Luft in Mainz und Ludwigshafen

In 65 deutschen Städten wurden im vergangenen Jahr Schadstoff-Grenzwerte überschritten. In Rheinland-Pfalz sind Mainz und Ludwigshafen betroffen - nicht mehr aber Koblenz.

Das Umweltbundesamt hat am Donnerstag die finale Auswertung der Messdaten bekannt gegeben. Demnach waren die Schadstoff-Grenzwerte im Jahr 2017 in zwei rheinland-pfälzischen Städten höher als gesetzlich erlaubt: in Mainz und in Ludwigshafen. Deutschlandweit waren es 65 Städte. Herausgefallen aus der Liste ist Koblenz.

Der Grenzwert bei der Belastung durch gesundheitsschädliche Stickstoffdioxide (NO2) liegt bei 40 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft. In Mainz wurden 2017 im Jahresmittel 48 Mikrogramm NO2 pro Kubikmetter gemessen, in Ludwigshafen 44 Mikrogramm. In Koblenz, im Bereich Hohenfelder Straße, lag die Stickoxid-Belastung gerade noch auf der Grenzwert-Schwelle von 40 Mikrogramm. 2016 lag dort der Wert noch darüber.

Die Stadt mit den höchsten Belastungen vor allem durch Diesel-Abgase ist nach wie vor München, es folgen Stuttgart und Köln. 2016 hatte es noch in 90 Städten bundesweit eine höhere Luftverschmutzung gegeben als gesetzlich erlaubt.

In Hamburg traten am Donnerstag die ersten Fahrverbote für ältere Dieselautos bundesweit in Kraft. Betroffen sind zwei stark befahrene Straßenabschnitte in der Innenstadt. Hamburg will damit erreichen, dass die Stickoxidbelastung in der Luft sinkt.

In Mainz liegt ein solches Fahrverbot ebenfalls in der Luft. Im Herbst wird das Mainzer Verwaltungsgericht über eine Klage der Deutschen Umwelthilfe gegen die Stadt Mainz entscheiden.

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