Symbole der verbotenen Gruppe "Combat18" (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/Horst Pfeiffer/dpa)

SWR-Recherche nach Durchsuchungen in Trierweiler Mutmaßliches "Combat 18"-Mitglied früher im NPD-Umfeld aktiv

Im Fall der Durchsuchung bei einem mutmaßlichen Mitglied der rechtsextremen Gruppe "Combat 18" in Trierweiler gibt es neue Details. Nach SWR-Recherchen fand der Einsatz bei einem Mann statt, der sich in der Vergangenheit im Umfeld der NPD bewegt hatte. 

Demnach nahm er 2013 an einer Kundgebung der NPD in Trier teil. Auf der Veranstaltung trug er Kleidung mit der Aufschrift des am Donnerstag verbotenen Neonazi-Netzwerks "Combat 18".

Ein Mann mit einem T-Shirt mit der Aufschrift "Combat 18", bei dem es am Donnerstag eine Durchsuchung gegeben haben soll. (Foto: SWR)
Das Bild zeigt den Mann beim Besuch einer NPD-Kundgebung in Trier 2013.

Außerdem gibt es Hinweise darauf, dass der Mann Kontakte in die Trierer Hooliganszene hat. Nachbarn beschreiben den Mann als unauffällig. Welche Rolle er in den Strukturen von "Combat 18" spielte, ist noch unklar.

Dauer

Nach Angaben des rheinland-pfälzischen Innenministers Roger Lewentz (SPD) war die Durchsuchung bei ihm "ein Puzzlestück eines großen Bildes". Bundesweit gab es am Donnerstag Hausdurchsuchungen, nachdem Bundesinnenminister Seehofer "Combat 18" verboten hatte.

Dieses ist ein internationales Neonazi-Netzwerk, das als bewaffneter Arm des in Deutschland verbotenen Neonazinetzwerks "Blood and Honour" gilt. Nach Angaben von Sicherheitsbehörden gibt es in Deutschland seit 2014 einen Ableger von "Combat 18".  

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