Der rheinland-pfälzische AfD-Chef Uwe Junge (Foto: picture-alliance / Reportdienste, picture alliance/Thomas Frey/dpa)

Richtungsstreit in der AfD Junge erwartet Höcke-Niederlage

Führende Politiker der AfD haben den thüringischen Landeschef Björn Höcke aufgefordert, als Bundesparteichef zu kandidieren. Der rheinland-pfälzische AfD-Landeschef Uwe Junge ist sich sicher, dass Höcke dabei scheitere.

Wenn jemand wie Höcke meine, nur er wisse, "wo es langgeht", dann solle er seinen Hut in den Ring werfen, so Junge in der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". Höcke müsse jetzt den "Schneid" haben, sich den Mitgliedern zu stellen. "Dann wäre das auch entschieden. Und ich bin mir sicher, er wird scheitern."

Junge hatte bereits im SWR Aktuell-Sommerinterview gesagt, dass die Macht in der Partei bei den Mitgliedern läge. Junges Aufforderung wird auch vom hessischen Landesvorsitzenden Lars Herrmann und Bundesvorständen unterstützt. Höcke gehört dem rechtsnationalen Flügel der AfD an.

Kritik an "Personenkult" um Höcke

Höcke hatte vor einer Woche mit einer Kampfansage an den Parteivorstand den Zorn vieler AfD-Politiker auf sich gezogen. Mehr als 100 Funktionäre und Mandatsträger kritisierten daraufhin in einem Appell "für eine geeinte und starke AfD" einen "Personenkult" um den Rechtsaußen. Zu den Unterzeichnern des Appells gehörte auch Junge.

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