Das Bundesverkehrsministerium will Informationen zu Kerosinablässen von Flugzeugen unmittelbar veröffentlichen. Blick auf ein Flugzeug. (Foto: picture-alliance / dpa)

Rheinland-pfälzische Bundesratsinitiative Bürger sollen künftig schneller vom Kerosin-Ablass erfahren

Die rheinland-pfälzische Bundesratsinitiative gegen Kerosinablass ist auf offene Ohren gestoßen. Bundesverkehrsminister Scheuer unterstützt die schnelle Information der Bürger.

Nach der Sitzung des Bundesrats teilte die rheinland-pfälzische Umweltministerin Ulrike Höfken (Grüne) mit, dass Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) angekündigt habe, Informationen zu Kerosinablässen von Flugzeugen unmittelbar zu veröffentlichen.

Rheinland-Pfalz setzt sich in der Initiative dafür ein, dass Bürger innerhalb von 24 Stunden erfahren, wann, wo und wie viel Kerosin ein Flugzeug abgelassen hat. Höfken sagte, sie hoffe, dass die Ankündigung des Bundesverkehrsministers schnell umgesetzt werde.

Der Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion, Christian Baldauf, begrüßte die "notwendige" Transparenz. Er forderte gleichzeitig die Landesregierung dazu auf, nicht nur auf den Bund zu verweisen, sondern eigene Möglichkeiten für Kerosin-Messungen am Boden zu prüfen.

Flugzeuge lassen bei Notlage Kerosin ab

Seit dieser Woche Mittwoch informiert das Luftfahrt-Bundesamt über Kerosin-Ablass im Internet. Auf der Internetseite der Behörde kann man bis maximal drei Tage nachdem Flugzeuge Kerosin abgelassen haben, die Region und Menge einsehen.

Flugzeuge in einer Notlage, etwa durch ein technisches Problem, lassen über möglichst unbewohntem Gebiet Kerosin ab, damit das Gewicht vor der Landung verringert wird. Nach Angaben der Deutschen Flugsicherung entscheidet allein der Pilot darüber. In diesem Jahr haben Langstreckenflugzeuge und Militärjets nach Angaben der Deutschen Flugsicherung bislang 16 mal Kerosin abgelassen - insgesamt 500 Tonnen.

Rheinland-Pfalz ist besonders vom Kerosinablass betroffen. Wegen der Nähe zum Frankfurter Flughafen und Militärstützpunkten wie Ramstein ist besonders die Region des Pfälzerwaldes betroffen.

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