Ein Balkendiagramm mit mehreren fiktiven Zahlen und unterschiedlich farblichen Balken. (Foto: SWR)

Politrend RP zur Europawahl zeigt deutliche Verluste für SPD und CDU Grüne könnten Wahlergebnis mehr als verdoppeln

Wäre am Sonntag Europawahl in Rheinland-Pfalz, bliebe die CDU trotz deutlicher Verluste stärkste Kraft. Auch die SPD müsste große Verluste hinnehmen. Die Grünen könnten hingegen ihr Wahlergebnis deutlich steigern.

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Nach dem aktuellen Politrend des Politikmagazins Zur Sache Rheinland-Pfalz käme die CDU auf 31 Prozent der Stimmen. Vor fünf Jahren erreichte sie 38,4 Prozent der Stimmen. Für die SPD würden laut Politrend 21 Prozent der Wähler stimmen (2014: 30,7 Prozent). Die Grünen könnten ihr Ergebnis von 2014 mehr als verdoppeln. Aktuell kämen sie auf 18 Prozent und würden damit rund 10 Prozentpunkte gegenüber 2014 (8,1 Prozent) gewinnen.

Viertstärkste Kraft bliebe wie bei der letzten Europawahl die AfD. Sie gewönne etwa 2 Prozentpunkte und käme auf 9 Prozent. Sie bliebe damit vor der FDP, die aber mit 8 Prozent ihren Stimmenanteil mehr als verdoppeln würde. Vor fünf Jahren kam die FDP auf 3,7 Prozent. Die Linke würde 4 Prozent erreichen (2014: 3,7 Prozent).

Bei der Europawahl 2019 gibt es keine Sperrklausel und es treten in Rheinland-Pfalz insgesamt 40 Parteien an.

Was beeinflusst die Wahlentscheidung?

Die Rolle der Europapolitik hat im Vergleich zu 2014 deutlich an Bedeutung gewonnen. So gaben 59 Prozent der Befragten an, dass die Europapolitik für sie wahlentscheidend ist. Für 35 Prozent der Befragten ist die Bundespolitik wahlentscheidend. 2014 hielten 49 Prozent der Befragten die Europapolitik für wahlentscheidend und 45 Prozent die Bundespolitik.

Wofür steht die EU?

Mehr als die Hälfte der Rheinland-Pfälzerinnen und Rheinland-Pfälzer, nämlich 58 Prozent der Befragten, verbinden mit der Europäischen Union vor allem die Überwindung der kriegerischen Geschichte des Kontinents und das friedliche Zusammenleben der europäischen Nachbarn. Genauso wichtig ist für die Bürger die uneingeschränkte persönliche Mobilität (57 Prozent). Unter den fünf abgefragten Bereichen ragen Frieden und Reisefreiheit damit eindeutig heraus. Die Friedenssicherung ist dabei für ältere Befragte ab 65 Jahren die größte Errungenschaft. Für die Jüngeren ist es die Reisefreiheit.

Die wirtschaftliche Bedeutung der EU und ihr Beitrag zum Wohlstand werden von 14 Prozent der Befragten als wichtig genannt. Die Beseitigung der Handelsschranken im gemeinsamen Binnenmarkt scheint als selbstverständlich wahrgenommen oder als nicht besonders wichtig für den persönlichen Wohlstand betrachtet zu werden.

25 Prozent der Befragten verbinden mit der EU vor allem Bürokratie. Ebenfalls 25 Prozent kritisieren an der Staatengemeinschaft, dass sie viele soziale Probleme in den Mitgliedsländern nicht in den Griff bekommt.

Rheinland-Pfälzer für stärkere Zusammenarbeit

Eine deutliche Mehrheit von 61 Prozent der Befragten spricht sich dafür aus, die Zusammenarbeit zwischen den Ländern der EU zu vertiefen. Deutschlandweit wollen das 52 Prozent. Den bislang erreichten Integrationsstand der EU sehen 16 Prozent als angemessen an. Demgegenüber plädieren 20 Prozent der Befragten dafür, dass die Mitgliedsstaaten mehr eigenständige Entscheidungen treffen sollen.

 

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