Sonntagsfrage Politrend März 2019 (Foto: SWR)

Politrend zeigt Patt zwischen Ampelkoalition und Opposition SPD verharrt auf Rekordtief

Wäre am Sonntag Landtagswahl in Rheinland-Pfalz, käme die SPD auf 24 Prozent. Sie bliebe damit gleichbleibend auf ihrem Rekordtief. Die CDU käme erneut auf 31 Prozent.

Nach dem aktuellen Politrend des Politmagazins Zur Sache Rheinland-Pfalz wäre die CDU damit weiter stärkste Kraft. Bewegung gäbe es im Vergleich zum letzten Politrend vom Dezember 2018 allerdings bei den kleineren Parteien der regierenden Ampelkoalition. Die Grünen verlören 2 Punkte und kämen auf 14 Prozent, die FDP dagegen könnte 3 Punkte gutmachen und käme auf 10 Prozent der Wählerstimmen.

Für die AfD entschieden sich 11 Prozent der Wählerinnen und Wähler, ein Minus von 2 Punkten. Die Linke würde mit 6 Prozent den Sprung in den Landtag schaffen (+2).

Regierungsmehrheit für Große Koalition oder Jamaika

Für die Regierungsbildung bedeutete dies ein Patt zwischen regierender Ampelkoalition und der Opposition. Eine Regierungsmehrheit hätten eine Große Koalition oder eine Jamaika-Koalition.

Zufriedenheit mit Landesregierung

Die Arbeit der Landesregierung wird von den Rheinland-Pfälzerinnen und Rheinland-Pfälzern weiterhin mehrheitlich positiv bewertet, auch wenn die Zustimmung im Vergleich zum Politrend vom Oktober 2018 leicht abnimmt.

So sind derzeit 2 Prozent "sehr zufrieden" (-1) und 50 Prozent "zufrieden" (-4). "Weniger zufrieden" sind 32 Prozent der Befragten (+1) und "gar nicht zufrieden" äußern sich 12 Prozent (+3).   

Vorteile der EU-Mitgliedschaft überwiegen

In Rheinland-Pfalz gibt es eine europafreundliche Stimmung. 41 Prozent der Rheinland-Pfälzerinnen und Rheinland-Pfälzer meinen, die EU-Mitgliedschaft Deutschlands bringe ihrem Bundesland "eher Vorteile". Das sind 17 Prozentpunkte mehr als vor der letzten Europawahl im Mai 2014. 45 Prozent sind der Meinung, dass sich Vor- und Nachteile die Waage halten, das sind 9 Prozentpunkte weniger, als vor 5 Jahren. Und "eher Nachteile" in der EU-Mitgliedschaft sehen 7 Prozent (-2) der Befragten.

Hohes Interesse an Europa- und Kommunalwahl

Dabei ist das Interesse an der Europawahl im Vergleich zum Jahr 2014 deutlich gestiegen. 61 Prozent der Befragten gaben an, ein starkes oder sehr starkes Interesse an der Wahl zu haben, im Mai 2014 waren es nur 40 Prozent. 39 Prozent sagten, sie hätten weniger oder gar kein Interesse (-20).   

Noch größer ist das Interesse an der Kommunalwahl in Rheinland-Pfalz. 67 Prozent haben daran ein starkes oder sehr starkes Interesse, das sind 11 Prozentpunkte mehr als bei den letzten Kommunalwahlen im Mai 2014. Weniger oder gar kein Interesse zeigen 32 Prozent, das sind 11 Prozentpunkte weniger.

Mehrheit für Einführung der Frauenquote bei Kommunalwahl

Für die Einführung einer derzeit diskutierten Frauenquote bei der Kommunalwahl sprechen sich 48 Prozent der Rheinland-Pfälzerinnen und Rheinland-Pfälzer aus, dagegen sind 42 Prozent.

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