Ökologisches Engagement der Marke "Frosch" Mainzer Unternehmer mit Deutschem Umweltpreis ausgezeichnet

Deutscher Umweltpreis für den Frosch: Reinhard Schneider, Inhaber von Werner und Mertz aus Mainz, hat für die Produkte seiner Marke "Frosch" in Mannheim den Preis verliehen bekommen.

Verleihung des Deutschen Umweltpreises in Mannheim: Preisträgerin Ingrid Kögel-Knabner (von links), Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, Preisträger Reinhard Schneider und Rita Schwarzelühr-Sutter, Kuratoriums-Vorsitzende der Deutsche Bundesstiftung Umwelt (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/Uwe Anspach/dpa)
Von links: Preisträgerin Ingrid Kögel-Knabner, Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, Preisträger Reinhard Schneider und Rita Schwarzelühr-Sutter, Kuratoriums-Vorsitzende der Deutsche Bundesstiftung Umwelt picture alliance/Uwe Anspach/dpa

Schneider habe Nachhaltigkeit zur Chefsache gemacht und fest in der Geschäftsstrategie von Werner und Mertz verankert, heißt es in der Begründung.

Der Umweltpreis wird von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt vergeben und ist mit 500.000 Euro der am höchsten dotierte Umweltpreis Europas. Er wurde am Sonntag während eines Festaktes in Mannheim von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier überreicht.

Steinmeier würdigt Preisträger als Vorbilder

Steinmeier sagte, Klimapolitik sei umso wirksamer, "je mehr Menschen wir auf den Weg mitnehmen. Und deshalb lassen Sie uns möglichst viele vom Mitmachen überzeugen!" Die Preisträger des Umweltpreises bezeichnete Steinmeier vor diesem Hintergrund als Vorbilder, "die vom Mitmachen überzeugen können".

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18:00 Uhr
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SWR Fernsehen RP

Palmöl aus Produkten verbannt

Mit der Auszeichnung wird Schneiders ökologisches Engagement gewürdigt: Sein Unternehmen ersetzte bei den Reinigungs-, Kosmetik- und Hygieneartikeln der Marke "Frosch" das umstrittene Palmöl aus tropischen Regionen durch Pflanzenöle aus Europa, setzt auf umweltfreundlich bedruckte Etiketten und führt freiwillige Umwelt-Betriebsprüfungen durch.

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Ganz besonders wird Schneiders Einsatz für die Wiederverwertung von Altplastik hervorgehoben. Er sei ein "Pionier der Kreislaufwirtschaft" und wolle es nicht akzeptieren, dass Abfälle aus dem Gelben Sack verbrannt würden, führt die Umweltstiftung weiter aus. Werner und Mertz hat am Standort Mainz einen der weltweit größten Fertigungs-Standorte für Flaschen aus Altplastik geschaffen.

Schneider fühlt sich geehrt und ermutigt

"Natürlich empfindet man eine große Ehre - aber auch eine große Ermutigung, auf diesem Weg weiterzumachen, weil man merkt, dass gewisse Sachen wahrgenommen werden", sagte Schneider dem SWR. Er gab an, sein Preisgeld von 250.000 Euro für die Aufforstung tropischer Regenwälder einzusetzen.

Mit Blick auf das gewürdigte Plastik-Recycling seiner Firma sagte Schneider, die PET-Flaschen seines Unternehmens bestünden inzwischen zu 100 Prozent aus recyceltem Kunststoff: "Das sind die Flaschen, in denen Kosmetik als Duschgel, Handwaschseifen oder auch Bodenpflegemittel verkauft werden."

Auch Bodenwissenschaftlerin geehrt

Schneider teilt sich den Deutschen Umweltpreis mit der Bodenwissenschaftlerin Ingrid Kögel-Knabner. Sie lehrt an der TU München und wird unter anderem dafür ausgezeichnet, die zentrale Rolle der Böden im Kampf gegen den Klimawandel in den Fokus gerückt zu haben. Sie kündigte an, ihr Preisgeld von 250.000 Euro in Mikrokredite für westafrikanische Frauen zu investieren, die im Bereich der nachhaltigen Bodennutzung aktiv sind.

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