Die Webseite der Firma Frosch (Foto: frosch.de)

Ökologisches Engagement der Marke "Frosch" Mainzer Unternehmer erhält Deutschen Umweltpreis

Der Deutsche Umweltpreis geht in diesem Jahr an einen Unternehmer aus Mainz: an Reinhard Schneider, den Inhaber von Werner und Mertz - der Firma, die die Produkte der Marke "Frosch" produziert.

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18:00 Uhr
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SWR Fernsehen RP

Schneider habe Nachhaltigkeit zur Chefsache gemacht und fest in der Geschäftsstrategie von Werner und Mertz verankert, heißt es in der Begründung. Der Umweltpreis wird von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt vergeben und ist mit 500.000 Euro der am höchsten dotierte Umweltpreis Europas.

Palmöl aus Produkten verbannt

Damit wird Schneiders ökologisches Engagement gewürdigt: Sein Unternehmen ersetzte bei den Reinigungs-, Kosmetik- und Hygieneartikeln der Marke "Frosch" das umstrittene Palmöl durch Pflanzenöle aus Europa, setzt auf umweltfreundlich bedruckte Etiketten und führt freiwillige Umwelt-Betriebsprüfungen durch.

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Ganz besonders wird Schneiders Einsatz für die Wiederverwertung von Altplastik hervorgehoben. Er sei ein "Pionier der Kreislaufwirtschaft" und wolle es nicht akzeptieren, dass Abfälle aus dem Gelben Sack verbrannt würden, führt die Umweltstiftung weiter aus. Werner und Mertz hat am Standort Mainz einen der weltweit größten Fertigungs-Standorte für Flaschen aus Altplastik geschaffen.

Schneider fühlt sich geehrt und ermutigt

"Natürlich empfindet man eine große Ehre - aber auch eine große Ermutigung, auf diesem Weg weiterzumachen, weil man merkt, dass gewisse Sachen wahrgenommen werden", sagte Schneider dem SWR.

Mit Blick auf das gewürdigte Plastik-Recycling seiner Firma sagte Schneider, die PET-Flaschen seines Unternehmens bestünden inzwischen zu 100 Prozent aus recyceltem Kunststoff: "Das sind die Flaschen, in denen Kosmetik als Duschgel, Handwaschseifen oder auch Bodenpflegemittel verkauft werden."

Auch Bodenwissenschaftlerin geehrt

Schneider teilt sich den Deutschen Umweltpreis mit der Bodenwissenschaftlerin Ingrid Kögel-Knabner. Sie lehrt an der TU München und wird unter anderem dafür ausgezeichnet, die zentrale Rolle der Böden im Kampf gegen den Klimawandel in den Fokus gerückt zu haben.

Der Preis wird am 27. Oktober in Mannheim von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier überreicht.

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