Warnstreiks im öffentlichen Dienst (Foto: dpa Bildfunk)

Warnstreik im öffentlichen Dienst Landesbeschäftigte erhöhen den Druck

In der Mainzer Innenstadt haben rund 2.000 Beschäftigte des Landes für höhere Einkommen demonstriert. Sie legten zeitweise wichtige Verkehrsadern im Zentrum der Landeshauptstadt lahm.

Gut eine Woche vor der nächsten Tarifrunde für den öffentlichen Dienst der Länder wollten die Gewerkschaften damit den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen. Die größten Gruppen bei der Aktion am Dienstag bildeten nach Gewerkschaftsangaben Straßenwärter des Landesbetriebs Mobilität und Mitarbeiter der Finanzverwaltung. Auf Plakaten waren Sprüche wie "Fachkräfte mit gerechtem Lohn - beim TV-L ein Hohn" zu lesen. TV-L steht für den Tarifvertrag für den Öffentlichen Dienst der Länder. In Rheinland-Pfalz betrifft dieser rund 180.000 Beschäftigte.

Dauer

Am 26. Februar soll wieder gestreikt werden

Für den 26. Februar werden Beschäftigte ebenfalls aufgerufen, ihre Arbeit niederzulegen und zu Demonstrationen und Kundgebungen nach Mainz zu kommen - darunter Beschäftigte der Kitas, der Studierendenwerke, des Landesbetriebs Mobilität, der Landesverwaltung, der Ministerien und der Landeskrankenhäuser Alzey und Andernach.

Noch kein Angebot der Arbeitgeber

Kurz vor der dritten Tarifrunde am 28. Februar in Potsdam gebe es noch kein Angebot der Arbeitgeber, kritisierte Dennis Dacke, Sprecher des Verdi-Landesbezirks Rheinland-Pfalz-Saarland.

Verdi und der Beamtenbund dbb fordern für die Beschäftigten der Länder außer Hessen sechs Prozent mehr Geld, mindestens aber 200 Euro mehr im Monat. Die Länder wiesen die Forderungen als unbezahlbar zurück.

STAND