Ein Maibaum liegt auf dem Boden und dazu ein niedergelegter Kranz und mehrere Trauerkerzen brennen (Foto: SWR)

Maibaumstellen in Grafschaft-Nierendorf Ermittlungen nach Tod von 15-Jährigem

Nach dem tragischen Tod eines Jugendlichen beim Aufstellen eines Maibaumes im Kreis Ahrweiler ermittelt die Staatsanwaltschaft Koblenz gegen einen 24-Jährigen.

Es bestehe der Verdacht der fahrlässigen Tötung, teilte Oberstaatsanwalt Rolf Wissen am Donnerstag mit. Der 24-Jährige habe den Traktor zum Aufrichten des Baumes gefahren. Einer Atem-Alkoholkontrolle zufolge sei er nicht angetrunken gewesen. Er wolle sich einen Rechtsanwalt suchen.

Ermittlungen laufen


Beim Maibaumstellen in Grafschaft-Nierendorf war am Wochenende ein 15-Jähriger tödlich verunglückt. Er sollte am vergangenen Sonntag in Grafschaft-Nierendorf die betonierte Grube, in der der traditionelle Maibaum befestigt werden sollte, reinigen. Der Stamm sollte angehoben werden, rutschte ungeplant in das Loch und verletzte den Jugendlichen so schwer, dass dieser kurz darauf starb.

Nach Auskunft von Oberstaatsanwalt Wissen werden die Ermittlungen noch eine geraume Zeit dauern. Es seien viele Zeugen zu vernehmen. Ein Gutachten werde erst in sechs Wochen erwartet. Details der bisherigen Ermittlungen nannte Wissen nicht.

Reste der Baumrinde am Unfallort (Foto: SWR)
Reste der Baumrinde liegen noch auf dem Boden.

Um herauszufinden was genau passiert ist, untersuchten am Montag Kriminaltechniker die Unfallstelle. Außerdem befragen Polizisten Zeugen, die das Unglück am Sonntag selbst miterlebt haben. Sie gehören unter anderem zur Feuerwehr oder zum Junggesellenverein.


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