Christian Baldauf soll auf dem CDU-Landesparteitag zum Spitzenkandidaten der CDU gewählt werden (Foto: dpa Bildfunk, Picture Alliance)

Neuer Zeitplan von Landes-CDU bestätigt Frühere Kür von Baldauf zum Spitzenkandidaten

Die CDU will früher als bisher geplant ihren Spitzenkandidaten für die Landtagswahl 2021 bestimmen. Das bestätigte die Partei am Dienstag in Mainz. Einziger Kandidat ist bislang Landtagsfraktionschef Christian Baldauf.

Eine offizielle Begründung für das Vorziehen der Wahl wurde nicht genannt. Vergangenen Juni hatte der Landesvorstand Baldauf bereits für die Spitzenkandidatur nominiert.

Der 52-Jährige soll jetzt schon auf dem CDU-Parteitag am 16. November in Neustadt an der Weinstraße zum Herausforderer von Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) gewählt werden. Bislang war dies erst für Anfang kommenden Jahres geplant, bei einem Nominierungsparteitag Anfang nächsten Jahres.

Gründe im Unklaren

Über die Gründe ist in der Landes-CDU Unterschiedliches zu hören. Einige vermuten hinter dem vorgezogenen Termin ein Manöver, um dem Hunsrücker Landrat Marlon Bröhr weniger Zeit für eine mögliche Gegenkandidatur zu lassen. Bröhr sagte der Deutschen Presse-Agentur zu einer möglichen Kandidatur: "Ich werde das noch nicht jetzt bekanntgeben, ich lasse das offen."

Andere sehen darin eine Vorsichtmaßnahme: Falls es 2020 im Bund zu Neuwahlen kommen sollte, wäre die Landes-CDU klar aufgestellt.

Neben der Kür des Spitzenkandidaten steht auf dem Parteitag im November auch die Wahl eines Generalsekretärs der Landes-CDU an. Hierfür hatte die Landesvorsitzende Julia Klöckner den Mainzer Landtagsabgeordneten Gerd Schreiner vorgeschlagen.

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