picture allianceThomas Freydpa (Foto: dpa Bildfunk, Picture Alliance)

Schwesterpartei in der Krise AfD Rheinland-Pfalz steht zur FPÖ

Der rheinland-pfälzische AfD-Landeschef Junge bewertet die österreichische Schwesterpartei FPÖ weiterhin als Vorbild für die AfD. Gleichwohl sei der Rücktritt des Ex-Vizekanzlers Strache richtig gewesen.

"Herr Strache hat einen Fehler gemacht. Den hat er maximal eingeräumt und auch die maximalen Konsequenzen gezogen. Mehr geht nicht", sagte Uwe Junge vier Tage nach der Affäre um das Skandal-Video des FPÖ-Politikers. In dem Video spricht Strache unter anderem über möglicherweise illegale Parteispenden an seine Partei.

Dauer

Junge: "Aus dem Fehlverhalten keine Verallgemeinerung machen"

Junge weiter: "Das ändert aber an der FPÖ an sich als Partei in ihrer Zielsetzung und an ihrer Nähe zu uns überhaupt gar nichts. Aus dem Fehlverhalten von Heinz-Christian Strache jetzt eine Verallgemeinerung aller konservativen - wie es so schön heißt rechtspopulistischen - Parteien in Europa zu machen? Das ist ja geradezu lächerlich."

"Die FPÖ bleibt in ihrer Art, wie sie konservative Politik macht, weiterhin ein Vorbild."

Uwe Junge, AfD-Chef in Rheinland-Pfalz

Der rheinland-pfälzische AfD-Fraktionsvize Joachim Paul sagte, die FPÖ genieße in Österreich wegen ihrer "guten parlamentarischen Arbeit" insbesondere in den Bundesländern ein enormes Vertrauen in der Bevölkerung. Sie sei eine "sehr erfolgreiche Volkspartei" und ein Vorbild. "Das ist völlig losgelöst von diesem singulären Ereignis."

Landes-SPD hatte Distanzierung gefordert

Der rheinland-pfälzische SPD-Generalsekretär Daniel Stich hatte zuvor von Junge gefordert, sich von Strache zu distanzieren.

STAND