Ein Plakat der Bürgerinitiative gegen den Bau des Bibelturms in Mainz wird am Tag nach dem Referendum abgenommen.  (Foto: SWR)

Nach der Entscheidung contra Bibelturm Die schwierige Suche nach einer Ersatzlösung

Wie geht es weiter nach dem Bürgerentscheid contra Bibelturm? "Einen Plan B hat niemand in der Tasche", sagte der Mainzer Oberbürgermeister Michael Ebling dem SWR.

Die Suche nach einer anderen Lösung für die Entwicklung des Gutenberg-Museums hat begonnen - aber eine Nacht später fehlt es noch an konkreten Ideen. Ein neues Konzept für ein umgestaltetes Gutenberg-Museum "wird sich jetzt auf die Fläche des bestehenden Museums begrenzen", so Ebling. Dabei will die Stadt enge Gespräche mit den Bürgern führen, um einer abermaligen Kontroverse vorzubeugen.

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18:00 Uhr
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Das bestehende Museum müsse räumlich und auch technisch ertüchtigt werden, sagte Ebling. "Dem Weltmuseum der Druckkunst wird das Gebäude im Moment nicht gerecht."

Museumsdirektorin Ludwig: "Es muss einfach etwas passieren"

"Wir haben das Votum zur Kenntnis genommen und müssen es akzeptieren", sagte Museumsdirektorin Annette Ludwig. "Einen Tag danach ist es zu früh, um sagen zu können, wie es nun weitergeht."

Klar sei, dass nicht alles beim Alten bleiben könne. "Es muss einfach etwas passieren", so Ludwig. Ansonsten wäre die Konsequenz, dass die Zulassung von Besuchern in Kontingente eingeschränkt oder Teile des Museums geschlossen werden müssten. "Wir haben einen tragfähigen Gesamtplan vorgelegt, um dem größten Sohn der Stadt ein adäquates Museum zu schaffen. Das ist abgelehnt worden. Leider."

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