Das Rettungsschiff "Sea-Watch 3" liegt im Hafen der Insel Lampedusa (Foto: dpa Bildfunk, Picture Alliance)

Nach Verhaftung von "Sea-Watch"-Kapitänin Dreyer: Seenotrettung ist kein Verbrechen

Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer hat die Verhaftung der "Sea-Watch 3"-Kapitänin Carola Rackete in Italien kritisiert. Lebensretter dürften nicht kriminalisiert werden.

"Seenotrettung sei eine humanitäre Verpflichtung und kein Verbrechen", sagte die kommissarische SPD-Vorsitzende den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Das menschliche Drama im Mittelmeer verhindern wir, indem wir die Fluchtursachen bekämpfen und nicht wegsehen, wenn sich Menschen auf den lebensgefährlichen Weg in einen sicheren Hafen machen."

In Lampedusa festgenommen

Rackete war in der Nacht zu Samstag beim Anlegen in Lampedusa festgenommen worden. Mehr als zwei Wochen lang wollte kein Land die 40 Flüchtlinge vom Rettungsschiff "Sea-Watch 3" aufnehmen. Dann legte die deutsche Kapitänin trotzdem - ohne Erlaubnis - im Hafen von Lampedusa an. Kurz darauf wurde sie verhaftet und unter Hausarrest gestellt.

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