Nach der Mitgliederbefragung der SPD zum Parteivorsitze stehen die Kandidatenpaare Olaf Scholz und Klara Geywitz sowie Norbert Walter-Borjans und Saskia Esken auf der Bühne (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/Jörg Carstensen/dpa)

Nach SPD-Mitgliederbefragung Lewentz: "Eine Leistung, die großen Respekt verdient"

Olaf Scholz und Klara Geywitz sowie Norbert Walter-Borjans und Saskia Esken gehen in die Stichwahl um den SPD-Vorsitz. Der Landesvorsitzende der SPD-Rheinland-Pfalz, Roger Lewentz, gratulierte beiden Teams.

"Die beiden Teams haben es geschafft, nach einer langen und spannenden aber immer fair und solidarisch geführten innerparteilichen Debatte die meisten Stimmen auf sich zu vereinen. Das ist eine Leistung, die großen Respekt verdient", so Lewentz.

Genau wie alle Mitglieder der SPD blicke er nun mit Spannung auf die zweite Abstimmungsrunde, die am 19. November startet.

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19:30 Uhr
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SWR Fernsehen RP

Dreyer: "Besonders wichtiger Tag"

"Mein großer Dank gilt dem kommissarischen SPD-Führungsteam um Malu Dreyer, das den umfangreichen Beteiligungsprozess angestoßen hat", so Lewentz weiter.

Dreyer selbst sprach von einem "besonders wichtigen Tag für unsere Partei". Mit diesem Mitgliedervotum habe die Partei etwas Neues gewagt. Mit Blick auf die 23 Regionalkonferenzen sei die SPD "ein Wagnis eingegangen". Dreyer dankte auch den unterlegenen Bewerbern.

Geywitz/Scholz knapp vorn

Auf Finanzminister Scholz und die Brandenburger Landespolitikerin Geywitz entfielen in der Mitgliederbefragung über den Parteivorsitz 22,68 Prozent der Stimmen. Der frühere nordrhein-westfälische Finanzminister Walter-Borjans und die Bundestagsabgeordnete Esken bekamen 21,04 Prozent der Stimmen.

Scholz und Geywitz gelten als Befürworter der großen Koalition, Walter-Borjans und Esken haben sich noch nicht eindeutig geäußert. Der SPD-Fraktionschef in Rheinland-Pfalz, Alexander Schweitzer, sieht in der Stichwahl um den SPD-Vorsitz keine Richtungsentscheidung über die Fortführung der großen Koalition in Berlin. "Nach meiner Auffassung ist niemand mehr im Rennen, der ein sofortiges und baldiges Ende der großen Koalition fordert", sagte er am Sonntag in Mainz.

Rund 430.000 SPD-Mitglieder nahmen an der Befragung teil. Die Stichwahl findet vom 19. bis 29. November statt.

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