Eine Person jongliert einen Ball auf einem Fußballplatz mit einem Belag aus Kunstrasen - Das Granulat aus Kunststoff soll in Rheinland-Pfalz nicht mehr bewilligt werden (Foto: picture-alliance / Reportdienste, Picture Alliance)

Mikroplastik beim Sport Granulat für Kunstrasen wird in Rheinland-Pfalz nicht mehr bewilligt

Die rund 450 Kunstrasenplätze in Rheinland-Pfalz müssen eine Alternative zum Kunststoffgranulat finden. Die Gummi-Körnchen sind nämlich eine Belastung für die Umwelt.

Das für Sport zuständige Innenministerium hat beschlossen, Kunstrasenplätze mit Kunststoffgranulat als Einfüllstreu nicht mehr finanziell zu fördern. Das Kunststoff-Granulat auf Kunstrasenfeldern und von Laufbahnen wird als bedenklich eingestuft, weil dadurch Mikroplastik in die Umwelt gelangt, hieß es zur Begründung.

Der Landessportbund (LSB) Rheinland-Pfalz befürchtet hohe finanzielle Belastungen für Fußballvereine. Sollte ein EU-weites Granulat-Verbot ab 2022 greifen, dann könnten auch die bestehenden Plätze nicht mehr instand gehalten werden.

Dauer

Schutz vor Fehlinvestitionen

"Der LSB begrüßt die Entscheidung des Sportministeriums, stehen wir doch auch in der Verantwortung, Kommunen und unsere Sportvereine aufgrund eines möglichen kurzfristigen Granulat-Verbots vor zukünftigen Fehlinvestitionen zu schützen", sagte der kommissarische LSB-Präsident Jochen Borchert laut Mitteilung.

Das Mainzer Ministerium regt dazu an, statt auf Kunststoffgranulat auf alternative Lösungen zu setzen, wie Kork, Sand, sogenannten Hybridrasen - halb Kunst- und halb Naturrasen - oder Kunstrasen ohne Verfüllung. Andere Bundesländer seien diesen oder einen ähnlichen Schritt bereits gegangen. Der Landessportbund verlangt eine angemessene Übergangsfrist zur Umstellung auf umweltverträgliche Alternativen.

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