BASF-Gelände in Ludwigshafen bei Nacht (Foto: dpa Bildfunk, Frank Rumpenhorst)

Mehr Lohn für Beschäftigte Tarifeinigung in der Chemie-Branche

Die 580.000 Beschäftigten in der deutschen Chemie- und Pharmabranche bekommen mehr Lohn und mehr Zusatzleistungen. Die erste Runde war noch ergebnislos abgebrochen worden.

Unter dem Strich entspreche das Tarifpaket einem Gesamtvolumen von sechs Prozent Entgeltsteigerung, teilte die Gewerkschaft IG BCE nach Abschluss der zweiten Bundesrunde der Verhandlungen am Freitag in Wiesbaden mit.

Gewerkschaft setzt "Zukunftskonto" durch

Die Arbeitgeberseite bestätigte die Einigung. Demnach steigen die Löhne und Gehälter zum 1. Juli 2020 für zwölf Monate um 1,5 Prozent und zum 1. Juli 2021 für weitere neun Monate um 1,3 Prozent. Den Zeitraum bis Juli 2020 decken Einmalzahlungen ab.

Zum Paket gehört auch die Schaffung eines sogenannten "Zukunftskontos", das die Gewerkschaft gefordert hatte: Es startet 2020 mit zwei zusätzlichen freien Tagen und wächst bis 2022 auf fünf freie Extra-Tage pro Jahr oder 23 Prozent eines tariflichen Monatseinkommens.

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