Manuela Schwesig (l), Malu Dreyer und Thorsten Schäfer-Gümbel auf dem Weg zu einer Pressekonferenz (Foto: picture-alliance / Reportdienste, Picture Alliance)

Brustkrebserkrankung von Schwesig Dreyer ab Oktober alleine an SPD-Spitze

Nach dem krankheitsbedingten Rückzug von Manuela Schwesig von der SPD-Spitze wird die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer die Partei von Oktober an als alleinige kommissarische Vorsitzende führen.

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Dreyer sagte, es seien dann nur noch wenige Wochen bis zum Bundesparteitag. Es sei selbstverständlich, dass die im Trio begonnene Arbeit zunächst "zu zweit" von ihr und Thorsten Schäfer-Gümbel fortgeführt werde und anschließend "zu eint" von ihr. Schäfer-Gümbel werde sie weiterhin ehrenamtlich unterstützen. Er werde wie geplant zum 1. Oktober seinen Posten als Arbeitsdirektor bei der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit antreten.

Dreyer und Schäfer-Gümbel bedauerten den Rückzug von Schwesig, mit der sie gut zusammengearbeitet hätten, äußerten zugleich aber vollstes Verständnis dafür.

"Sie können sich vorstellen, dass uns das sehr erschüttert hat, diese Diagnose."

Malu Dreyer, SPD

Schwesig bleibt Ministerpräsidentin in Mecklenburg-Vorpommern

Schwesig ist an Brustkrebs erkrankt. Am Dienstag informierte die 45-Jährige ihr Kabinett in Schwerin über die Erkrankung. "Die gute Nachricht ist: Dieser Krebs ist heilbar", sagte sie laut Mitteilung ihrer Staatskanzlei. Das Amt der Ministerpräsidentin in Mecklenburg-Vorpommern und auch den Parteivorsitz der Landes-SPD werde sie weiter ausüben, ihre Parteiämter auf Bundesebene dagegen aufgeben.

Am Abend trafen sich die Bewerber für den SPD-Bundesvorsitz in Nieder-Olm. Dabei schickten die Bewerber gemeinsam mit allen anwesenden in der Nieder-Olmer Eckes-Halle per Foto Genesungswünsche an Manuela Schwesig.

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19:30 Uhr
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SWR Fernsehen RP
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