Der Landtag in Rheinland-Pfalz will ein Verbot von Grabsteinen aus Kinderarbeit (Foto: picture-alliance / Reportdienste, Picture Alliance)

Mainzer Landtag einig Künftig mehr Zeit für Bestattungen

Im rheinland-pfälzischen Landtag haben sich alle Fraktionen dafür ausgesprochen, die gesetzliche Bestattungsfrist zu verlängern. Zudem will er Kinderarbeit bei der Herstellung von Grabsteinen bekämpfen.

Die beiden Oppositionsfraktionen CDU und AfD erklärten am Donnerstag ihre Bereitschaft, eine von den Regierungsfraktionen vorgeschlagene Änderung des Bestattungsgesetzes mitzutragen. Zwei Drittel der Grabsteine auf dem deutschen Markt stammten aus Kinderarbeit in Asien, sagte der SPD-Abgeordnete Sven Teuber aus Trier.

Kinderarbeit in asiatischen Steinbrüchen

In den Steinbrüchen arbeiteten die Kinder unter schlimmsten Bedingungen, ergänzte Marco Weber von der FDP. Sie müssten kiloschwere Brocken schleppen, mit Sprengstoff arbeiten und Staub einatmen. Mit der Gesetzesänderung könnten Kommunen in ihren Friedhofssatzungen bestimmen, dass nur Grabsteine aufgestellt werden, die nachweislich nicht aus Kinderarbeit stammten.

Abgeordnete aller Fraktionen im Landtag sprachen sich zudem dafür aus, die Bestattungsfrist von bisher sieben auf zehn Tage zu verlängern. So sollen Angehörigen von Verstorbenen mehr Zeit für den Abschied haben.

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