Mäppchen liegen vor einer Schülerin (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/Uwe Anspach/dpa)

Mäppchen, Hefte und Co. So teuer ist die Schule für Eltern in Rheinland-Pfalz

Etwa 36.000 kleine Rheinland-Pfälzer kommen in dieser Woche in die Schule. Ein großes Ereignis für die ganze Familie. Aber auch ein großer Kostenfaktor. Wir haben nachgerechnet.

Hefte, Blöcke, Stifte sowie Mäppchen, Pinsel und Tuschkasten schlagen erheblich zu Buche. Allein ein guter Ranzen kostet gerne 150 Euro. Dazu kommen noch die Schulbücher. Kostenlos ausleihen kann sie nur, wer Gering-Verdiener ist und einen entsprechenden Antrag stellt. Für die Schultüte geben viele Eltern schon einmal 50 Euro aus. Insgesamt kommen so für eine Grundausstattung schnell 450 Euro zusammen.

Ein Schulkind kostet die Eltern 24.000 Euro

Und die Kosten steigen im Laufe der Ausbildung weiter, je nach Entfernung zur Schule kommen dazu noch Fahrkarten, natürlich die Ausgaben für einen Schreibtisch, später vielleicht ein Computer und nicht zu vergessen: die Klassenfahrten. Schule ist unterm Strich teuer für die Eltern.

Dauer

Das Leibniz-Institut an der Universität Kiel zählte die Ausgaben zusammen und kam auf rund 1.000 Euro pro Jahr pro Kind. Ein Vergleichsportal ermittelte im Jahr 2017 die Gesamtkosten für ein Schulleben von der 1. bis zu 12. Klasse und kam auf rund 21.000 Euro im Schnitt in Deutschland. Rheinland-Pfalz lag mit mehr als 24.000 Euro noch über dem Schnitt.

Mäppchen und Co. schon weit im Voraus kaufen

Sparen können die Eltern, wenn sie keine Neuware, sondern Gebrauchtes kaufen. Wer längere Zeit im Voraus planen kann, kauft ein Jahr vor der Schuleinführung. Denn direkt nach dem Schulstart sind die Hefte, Stifte und andere Produkte meist erheblich günstiger zu bekommen.

Auch wenn der Schulbesuch in Deutschland für Kinder kostenfrei ist - der Staat zahlt natürlich: für die Gebäude, Ausstattung und Lehrer. Im Bundesschnitt fielen zum Beispiel 2016 laut Statistischem Bundesamt Kosten von rund 7.100 Euro pro Kopf an - wobei Rheinland-Pfalz mit 6.500 Euro im Vergleich weniger Geld ausgab.

Wirtschaftsfaktor Bildung

Doch des einen Kosten sind des anderen Umsatz: Die Bildung ist ein bedeutender Wirtschaftsfaktor im Land. Laut Bundeswirtschaftsministerium erwirtschafteten die unter dem Begriff Bildungswirtschaft zusammengefassten Akteure 2017 rund 133 Milliarden Euro, das war ein Anteil von 4,6 Prozent an der Bruttowertschöpfung in Deutschland.

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