Radfahrer und Autos fahren über die Theodor-Heuss-Brücke in Mainz. (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance / Andreas Arnold/dpa)

Luftverschmutzung in Rheinland-Pfalz Stickoxid-Grenzwerte in drei Städten überschritten

Auch 2018 ist der Grenzwert für Stickstoffdioxid (NO2) in drei rheinland-pfälzischen Städten überschritten worden. In einer Stadt wurde die Latte besonders deutlich gerissen.

Den höchsten NO2-Wert wies Mainz auf, wie eine Auswertung des Umweltbundesamtes (UBA) zeigt. An der Station Parcusstraße nahe dem Hauptbahnhof lag der maximale Jahresmittelwert bei 47 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft (Vorjahr: 48). Der europäische Grenzwert liegt bei 40 Mikrogramm.

Auch Luft in Koblenz und Ludwigshafen zu dreckig

In Koblenz an der Hohenfelder Straße stieg der Wert von 2017 bis 2018 von 40 auf 42 Mikrogramm je Kubikmeter Luft, in Ludwigshafen sank er von 44 auf 40. Diese Werte hatte das UBA schon im Januar genannt. Stickstoffdioxid in Städten stammt zu einem großen Teil aus Diesel-Abgasen.

Kommt Fahrverbot in Mainz?

In Mainz droht nach wie vor ein Fahrverbot - und zwar, wenn auch im Mittel des ersten Halbjahres 2019 der NO2-Grenzwert überschritten wird. So haben es die Richter am Mainzer Verwaltungsgericht entschieden. Die Stadt hatte zum April einen neuen Luftreinhalteplan in Kraft gesetzt, der auch ein mehrstufiges Modell für zonale Fahrverbote für bestimmte Fahrzeuge beinhaltet.

Fortschritte in anderen Bundesländern

Bundesweit war die Luft im vergangenen Jahr laut UBA in 57 Städten zu stark mit gesundheitsschädlichem Stickstoffdioxid belastet - neun Städte weniger als im Jahr davor. Der Trend gehe in die richtige Richtung, aber die bisherigen Maßnahmen für saubere Luft reichten nicht aus, teilte UBA-Präsidentin Maria Krautzberger mit.

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