Auf einem Tisch liegen mehrere Tabletten und Medikamenten-Fläschchen. (Foto: Colourbox)

Lieferengpass bei Schmerzmitteln und Antidepressiva Medikamente werden auch in Rheinland-Pfalz knapp

Auch in Rheinland-Pfalz gibt es zunehmend Lieferengpässe bei Medikamenten. Vor allem Arzneimittel gegen Bluthochdruck, Depressionen und Schmerzmittel werden knapp.

Nach Angaben des Vorsitzenden des Apothekerverbands Rheinland-Pfalz ist die Situation dramatisch. Einige Medikamente seien inzwischen gar nicht mehr erhältlich. Beispielsweise ein Mittel zur Blutstillung, das Augenärzte bei Operationen benötigen. Nach Auskunft einer Apothekerin am Pfalzklinikum Klingenmünster gibt es auch einen Lieferstopp für ein Mittel gegen Depressionen. Das sei sehr problematisch, denn es lasse sich nicht einfach durch ein anderes Mittel ersetzen.

900 Apotheken betroffen

Betroffen sind laut Apothekerverband landesweit mehr als 900 Apotheken. Ein Grund für die Lieferausfälle sei, dass manche Wirkstoffe nur noch in Indien und China hergestellt würden. Ein weiterer sei, dass das europäische Ausland viele Medikamente in Deutschland aufkaufe, weil sie hier preiswerter seien.

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