Anne Spiegel (Foto: picture-alliance / Reportdienste, Picture Alliance)

Landtagswahl 2021 Grüne nominieren Anne Spiegel als Spitzenkandidatin

Der Landesvorstand der Grünen hat Integrationsministerin Anne Spiegel als Spitzenkandidatin für die nächste Landtagswahl in Rheinland-Pfalz nominiert. Parteiintern ist das keine Überraschung.

Die endgültige Entscheidung soll ein Parteitag vor den Sommerferien 2020 treffen. Der Erweiterte Landesvorstand der Partei habe die Bereitschaft der Ministerin zur Kandidatur begrüßt und unterstütze ihre Wahl auf den ersten Platz der Landesliste für die Wahl im Frühjahr 2021, teilte die Partei am Freitag in Mainz mit.

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Die 38-jährige Politikerin tritt damit gegen SPD-Ministerpräsidentin Malu Dreyer und den zum Spitzenkandidaten nominierten CDU-Fraktionschef Christian Baldauf an.

Der Klimaschutz und der Kampf für eine offene, vielfältige Gesellschaft sind laut Spiegel zwei der Themen, die sie für diesen Schritt motivierten. "Es gibt sicherlich leichtere Zeiten, politisch aktiv zu sein, aber es gibt eigentlich keine wichtigeren Zeiten, als genau das jetzt zu tun", so Spiegel im SWR

"Mutlose" Berliner Klimapolitik

"Wir müssen uns auf allen Ebenen für einen echten Klimaschutz stark machen", sagte Spiegel bei der Pressekonferenz. Die jüngsten Beschlüsse der großen Koalition in Berlin zeigten jedoch eher Mutlosigkeit als entschlossenes Vorgehen. "Wir brauchen das Abschalten der Kohlekraftwerke, den Ausbau der erneuerbaren Energien und ganz dringend eine Mobilitätswende."

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Gesellschaftliches Klima im Blick

Spiegel sagte bei ihrer Nominierung, dass es ihr auch um das gesellschaftliche Klima im Land gehe. Ressentiments und Hetze gegen Menschen mit anderem Aussehen oder anderer Herkunft hätten ein beängstigendes Ausmaß angenommen. "Ich möchte meinen Kindern gerade in der Frage der gesellschaftlichen Stimmung später in die Augen schauen können und sagen, dass ich alles versucht habe, die demokratischen Werte zu erhalten."

Keine Doppelspitze mehr

Der derzeit zweite Landesvorsitzende der Grünen, Josef Winkler, hatte schon im SWR Sommerinterview im Juli dafür geworben, nur "mit einer Person an der Spitze in den Wahlkampf" zu ziehen. Damals nannte er aber keinen Namen. Bei der Wahl 2016 war die Partei mit der Doppelspitze aus Eveline Lemke und Daniel Köbler angetreten.

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