Wilke Wurst (Foto: picture-alliance / Reportdienste,     Uwe Zucchi)

Landesuntersuchungsamt bestätigt Wilke-Rückruf: Mehr als 1.000 Betriebe in RP beliefert

In Rheinland-Pfalz sind mehr als 1.000 Betriebe mit möglicherweise keimbelasteten Produkten des hessischen Wurstherstellers Wilke beliefert worden.

Dauer
Sendedatum
Sendezeit
19:30 Uhr
Sender
SWR Fernsehen RP

Ein Sprecher des Landesuntersuchungsamts in Koblenz sagte dem SWR, man könne nach wie vor nicht ausschließen, dass betroffene Produkte in Umlauf seien.

An vielen Stellen seien Wilke-Produkte inzwischen aus dem Verkauf genommen worden. Es handele sich um eine umfangreiche Rückrufaktion zum Beispiel bei Einzelhändler oder Catering-Unternehmen.

Liste mit Wilke-Produkten

Die hessischen Behörden haben am Dienstag eine lange Liste mit Wilke-Produkten veröffentlicht, die möglicherweise mit Listerien belastet sind. Es handelt sich überwiegend um Wurst- und Fleischprodukte von der Salami bis zu Leberknödeln. Vereinzelt stehen aber auch vegetarische oder vegane Produkte wie Aufstrich auf der Liste, sowie Gemüse und Fisch-Produkte.

Verbraucher sollten das Ident-Kennzeichen auf abgepackten Wurstprodukten prüfen. Wenn "DE EV 203 EG" darauf stehe, werde vom Verzehr der Wurst abgeraten.

Verfahren eingeleitet

Die Staatsanwaltschaft Kassel hat inzwischen ein Ermittlungsverfahren gegen den Geschäftsführer des Unternehmens eingeleitet. Es bestehe der Anfangsverdacht der fahrlässigen Tötung.

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