Ein Kinderarzt untersucht ein Kind (Foto: dpa Bildfunk)

Kinder- und Jugendreport der DAK Laut Studie mehr als jedes vierte Kind chronisch krank

Jungen und Mädchen leiden in Rheinland-Pfalz häufiger an chronischen Krankheiten als Gleichaltrige im Bundesdurchschnitt. Kinder aus der Stadt sind der DAK-Studie zufolge besonders stark betroffen.

Wie die Krankenkasse DAK in ihrem Gesundheitsreport aufzeigt, ist mehr als jedes vierte Kind im Land chronisch krank.

Diese Jungen und Mädchen im Alter von null bis 17 Jahren litten vor allem unter Asthma und Heuschnupfen, aber auch unter Neurodermitis und entzündlichen Darmerkrankungen, heißt es in dem am Donnerstag in Mainz vorgestellten Kinder- und Jugendreport. Etwa jeder Zehnte habe zudem eine möglicherweise chronisch verlaufende psychische Erkrankung.

Die Universität Bielefeld habe für die repräsentative Studie Daten von rund 37.000 Kindern und Jugendlichen aus dem Jahr 2016 ausgewertet; etwa 666.000 unter 18-Jährige lebten insgesamt im Bundesland. Jungen erkrankten etwas häufiger chronisch als Mädchen.

Übergewicht, Karies und Rückenschmerzen

Der Nachwuchs in Rheinland-Pfalz schneidet der Studie zufolge insgesamt etwas schlechter ab als Gleichaltrige im Bundesdurchschnitt. "Es gibt in Rheinland-Pfalz mehr Jungen und Mädchen, die an krankhaftem Übergewicht leiden als im Bundesdurchschnitt", so der Leiter der DAK-Landesvertretung, Michael Hübner.

Vor allem bei krankhaftem Übergewicht und Zahnkaries waren städtische Kinder stärker betroffen als Gleichaltrige auf dem Land. Fast vier Prozent aller Kinder hatten krankhaftes Übergewicht. Besonders häufig wurde diese Diagnose laut DAK-Report bei Kindern im Alter von 12 bis 13 Jahren gestellt.

Sechs Prozent aller Kinder ab zwölf Jahren hatten Rückenschmerzen - etwas mehr Mädchen als Jungen. Bei gut einem Prozent aller Kinder und Jugendlichen wurde eine Depression diagnostiziert. Am stärksten waren davon Mädchen im Alter von 17 Jahren betroffen.

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