Krankenwagen mit Blaulicht im Einsatz (Symbolbild) (Foto: picture-alliance / dpa, Andreas Geber)

Lösung im Streit um Krankentransporte Land will Engpässe bei Rettungsdiensten vermeiden

Um Rettungsdienste zu entlasten, werden Krankenfahrten landesweit künftig über eine Servicenummer organisiert. Falls möglich, werden Fahrzeuge privater Anbieter eingesetzt.

Unter der Nummer 19222 sollen Krankenfahrten in Zukunft geplant werden. Dabei wird auch geschaut, ob Fahrzeuge privater, zugelassener Anbieter bereitstehen, wie das Innenministerium in Mainz am Donnerstag mitteilte.

Bei Krankenfahrten gibt es - anders als bei Krankentransporten - keine medizinisch-fachliche Betreuung an Bord der Fahrzeuge. In der Realität handelt es sich etwa um Fahrten zum Arzt - beispielsweise bei Dialyse-Patienten - oder einen Transport eines Patienten nach Hause nach der Entlassung aus einer stationären Behandlung.

Engpässe bei Versorgung von Notfällen

In den vergangenen Jahren seien vermehrt Krankenfahrten mit Fahrzeugen des Rettungsdienstes erledigt worden. Das könne zu Enpässen bei der Versorgung von Notfallpatienten und Kranken mit medizinischem Betreuungsbedarf führen, hieß es. Auf die nun vorgestellte Lösung hatten sich nach einem Gespräch in Mainz Innenstaatssekretär Randolf Stich (SPD) sowie Vertreter von Hilfsorganisationen, Krankenkassen, Kliniken, Behörden und dem Verkehrsgewerbe geeinigt.

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