Landesjagdverband zieht Bilanz Jäger schießen weniger Wildschweine, mehr Rehe und Nilgänse

Die Jäger in Rheinland-Pfalz haben im vergangenen Jagdjahr deutlich weniger Wildschweine erlegt. Dagegen wurden so viele Rehe geschossen wie nie zuvor. Sorge macht vor allem ein Entenvogel aus Afrika.

Zwei erlegte Wildschweine liegen auf Waldboden (Foto: SWR)
Erlegte Wildschwein-Frischlinge bei einer Drückjagd in Ehrenkirchen bei Freiburg

Im abgelaufenen Jagdjahr (1. April bis 31. März) seien gut 57.000 Wildschweine erlegt worden, teilte der Landesjagdverband (LJV) Rheinland-Pfalz am Dienstag in Gensingen mit. Das seien rund 31.500 Schwarzkittel weniger als im Jagdjahr zuvor. Dies sei aber "eine ganz normale Entwicklung". Nach dem Rekordergebnis von 2017/18 habe es weniger Wildschweine gegeben, die bejagt werden konnten.

"Unsere Aufgabe ist nun, weiterhin den Bestand niedrig zu halten", sagte LJV-Präsident Dieter Mahr. Im Schnitt der vergangenen fünf Jahre seien jährlich rund 63.000 Wildschweine zur Strecke gebracht worden.

Rekord-Abschusszahlen seien dagegen beim Rehwild erzielt worden: Mit knapp 89.000 Rehen hätten die Jäger über dem Fünf-Jahres-Schnitt von 86.000 gelegen.

Nilgans breitet sich weiter aus

Ein "neues Allzeithoch" habe es mit 2.029 bei den erlegten Nilgänsen gegeben. Die Nilgans breite sich in Rheinland-Pfalz weiter aus. "Wir müssen diese invasive Art weiterhin intensiv bejagen, um die von ihr verursachten Schäden in der Landwirtschaft und Probleme auf den öffentlichen Plätzen an Gewässern zu beschränken", sagte Mahr.

Beim Rotwild wurden rund 8.500 Tiere erlegt, beim Damwild waren es gut 2.000 Stück. Zurück gingen die Zahlen beim Waschbären (563) und beim Fuchs (28.083). Zum LJV gehören rund 19.000 Jäger.

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