Rheinland-pfälzische Großstädte nach der Kommunalwahl Grüne wirbeln Stadtparlamente durcheinander

In allen rheinland-pfälzischen Großstädte liegen die vorläufigen Endergebnisse der Stadtratswahlen vor. Überall durften die Grünen jubeln. In Ludwigshafen gab es auf den letzten Metern eine Wende.

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Lange sah es nicht danach aus, dass es mit der Großen Koalition in der zweitgrößten rheinland-pfälzischen Stadt weitergehen könnte. Doch nach Auszählung aller Stimmbezirke kommt die SPD jetzt auf 26,0 Prozent (2014: 34,5 Prozent), die CDU auf 24,3 Prozent (33 Prozent). Das reicht trotz massiver Verluste gemeinsam für 31 von 60 Sitzen.

Großer Gewinner waren - wie fast überall - die Grünen, die ihr Ergebnis von 8,9 Prozent vor fünf Jahren auf jetzt 16,6 Prozent steigern konnten. Die AfD legte um 5,5 Prozentpunkte auf 13,5 Prozent der Stimmen zu.

SPD in Kaiserslautern vorn

In Kaiserslautern ist die SPD weiterhin stärkste Kraft im Stadtrat. Die Sozialdemokraten kamen auf gut 25 Prozent, mussten allerdings einen Verlust von fast 10 Prozentpunkten hinnehmen. Auch die CDU verliert im Vergleich zur vergangenen Wahl gut 7 Prozentpunkte und wird mit 22 Prozent zweitstärkste Kraft.

Wahlgewinner sind die Grünen, die mit gut 19 Prozent kräftig zulegen, und die AfD, die mit knapp 11 Prozent erstmals in den Lauterer Stadtrat einzieht. Die bisherige Koalition aus SPD, Grünen und Freien Wählern hätte im neuen Stadtrat eine knappe Mehrheit.

Grüne in Trier stärkste Fraktion

In Trier stellen dagegen künftig die Grünen im Stadtrat die stärkste Fraktion. Nach dem vorläufigen Endergebnis kommen sie auf rund 27 Prozent und konnten ihr Ergebnis damit um gut 10 Prozentpunkte steigern.

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Genau anders herum verlierf es für die Trierer CDU. Sie verlor 10 Prozentpunkte und kommt auf gut 24 Prozent. CDU und Grüne haben bisher im Stadtrat eng zusammengearbeitet und hätten auch im neuen Rat eine Mehrheit. Die SPD verlor nach dem ersten Trend fast 5 Prozentpunkte und landete bei rund 21 Prozent.

Auch in Mainz jubeln die Grünen

Die Landeshauptstadt Mainz gab am Montagabend das vorläufige Endergebnis der Stadtratswahl bekannt. Danach sind die Grünen mit 27,6 Prozent stärkste Fraktion und haben im neuen Mainzer Stadtrat künftig 17 Sitze. Die CDU erreichte 23,4 Prozent der Stimmen (14 Sitze). Die SPD ist mit 20,5 Prozent nur noch drittstärkste Kraft (12 Sitze).

Neu im Mainzer Stadtrat sind Die Partei und die pro-europäische Bürgerbewegung Volt mit jeweils einem Sitz. Nach Angaben des Mainzer Wahlleiters war die Wahlbeteiligung in diesem Jahr mit über 60 Prozent deutlich höher als bei der letzten Kommunalwahl.

CDU im Koblenzer Stadtrat knapp vor Grünen

In Koblenz gehen die Grünen ebenfalls als klarer Wahlsieger hervor, während CDU und SPD deutlich verlieren. Dennoch haben sich die Christdemokraten als stärkste Partei durchgesetzt. Mit 26 Prozent landeten sie knapp vor den Grünen, die 24,4 Prozent holten.

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Damit sind die Grünen zweitstärkste Partei in Koblenz. Sie machen mehr als 10 Prozentpunkte gut und kommen auf 24,4 Prozent der Stimmen. CDU und Grüne stellen im nächsten Stadtrat in Koblenz jeweils 14 Sitze. Die SPD verliert 5 Prozentpunkte, erhält aber mit 19,8 Prozent die drittmeisten Stimmen. Zwei Bezirke mussten erneut ausgezählt werden, weil die Übertragung der Daten nicht funktionierte.

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