Nach dem gewaltsamen Tod von Susanna Wenige Teilnehmer bei Demos in Mainz

Nach dem Tod der 14-jährigen Susanna hat es den dritten Tag in Folge Demonstrationen in Mainz gegeben. Die Kundgebungen waren wohl auch wegen Regens schlechter besucht als erwartet.

Das Bündnis "Kandel ist überall" hielt nach Polizeiangaben mit rund 40 Teilnehmern eine Mahnwache ab. Im Umfeld hätten rund 120 Personen mit Sprechchören ihre ablehnende Haltung gegen die Versammlung kundgetan. Gleichzeitig lud der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) Rheinhessen-Nahe zu einem stillen Gedenken auf den Gutenbergplatz vor dem Staatstheater ein.

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Hier erschienen nach Polizeiangaben etwa 150 Menschen, darunter Mainzer Bürger, Vertreter von Gewerkschaften, Kirchen und Politik. Dabei waren auch Mitschüler von Susanna. Die Polizei war mit mehr als 100 Beamten im Einsatz. Beide Versammlungen verliefen aus polizeilicher Sicht friedlich.

"Diese Tat ist so brutal und unmenschlich, dass uns der Atem stockt."

Michael Ebling, Oberbürgermeister von Mainz

"Wir sind sehr traurig", sagte der Mainzer Oberbürgermeister Michael Ebling (SPD) am Rande der DGB-Veranstaltung. "Diese Tat ist so brutal und unmenschlich, dass uns der Atem stockt." Nun gelte es, in Mitmenschlichkeit zusammenzustehen und nicht den Rechtsstaat infrage zu stellen.

AfD-Politiker bei Mahnwache

Die Gruppierung "Kandel ist überall" wird dem rechtspopulistischen Spektrum zugerechnet. Sie demonstrierte nach dem gewaltsamen Tod der 15-jährigen Mia in Kandel mehrfach in der pfälzischen Stadt. "Wir brauchen unbedingt jetzt endlich geeignete Maßnahmen, die solche Vorfälle verhindern", sagte die AfD-Politikerin und Mitorganisatorin Christiane Christen in Mainz mit Blick auf den Tod von Susanna. "Da muss man an den Grund gehen. Der Grund ist illegale Grenzöffnung."

Der Iraker Ali B. hatte gestanden, dass er Susanna aus Mainz umgebracht hat.

Bislang weniger Demonstranten als erwartet

Bereits am Samstag und Sonntag war es in Mainz zu Kundgebungen und Mahnwachen gekommen. Laut Polizei demonstrierten insgesamt rund 300 Menschen in Mainz ruhig und friedlich. Die Polizei hatte doppelt so viele Teilnehmer erwartet. Zu der Demo der rechts orientierten Initiative "Beweg was" gegen illegale Einwanderung am Ernst-Ludwig-Platz kamen rund 150 Teilnehmer.

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