In Rheinland-Pfalz soll es kein Zentralabi geben, sagt Bildungsministerin Hubig (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance)

Gegen "komplette Gleichmacherei" Hubig will kein Zentralabitur

Bildungsministerin Stefanie Hubig (SPD) hat sich gegen ein Zentralabitur in Deutschland ausgesprochen. Auch eine Straffung der Sommerferien ist für sie kein Thema.

Hubig sagte im Vorfeld der Kultusministerkonferenz (KMK) in Berlin, Rheinland-Pfalz beteilige sich am zentralen Aufgabenpool für die Fächer Mathematik, Deutsch, Englisch und Französisch. Perspektivisch sollte auch in den Naturwissenschaften ein Aufgabenpool für alle Länder etabliert werden, fügte die Ministerin hinzu. Damit erreiche man mehr als mit kompletter Gleichmacherei.

Gegen "Deutschlandabitur mit nationalen Bildungsstandards"

Die Junge Union fordert ein Zentralabitur in den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch. Auch der CDU-Spitzenkandidat bei der bevorstehenden Landtagswahl in Thüringen, Mike Mohring, setzt sich für ein "Deutschlandabitur" mit "nationalen Bildungsstandards und Prüfanforderungen für alle Fächer" ein.

"Wir wollen ein vergleichbares Abitur haben", sagte Hubig. Einem Zentralabitur, wie es Mohring fordere, erteile sie eine klare Absage. In der Diskussion werde völlig vergessen, dass es im Abitur auch um die Anzahl der einzubringenden Kurse sowie die Zahl und die zur Wahl stehenden Leistungsfächer gehe.

"Ferienregelung hat sich bewährt"

Kritisch äußerte sich Hubig auch über den Vorstoß der Berliner Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD), die Sommerferien in den Bundesländern zeitlich weniger weit zu strecken als bisher. Scheeres will sich in der KMK dafür einsetzen, dass die Sommerferien erst im Juli beginnen. Sie sehe keinen Änderungsbedarf, sagte Hubig. Die bisherige Ferienregelung habe sich in Rheinland-Pfalz bewährt. Mit Blick auf Bayern und Baden-Württemberg fügte sie hinzu: "Allerdings würden wir es sehr befürworten, wenn sich künftig alle Länder am rotierenden System der Sommerferien beteiligen würden."

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