Schüler demonstrieren in Mainz für wirksamen Klimaschutz. (Foto: SWR,)

"Fridays for Future"-Demonstration Umweltministerin Höfken ermutigt zur Mitgestaltung

Rund 500 Schüler haben am Freitag in Mainz lautstark für wirksamen Klimaschutz demonstriert. Am Nachmittag diskutierte Umweltministerin Ulrike Höfken (Grüne) mit den Teilnehmern.

"Sie sind auch Multiplikatoren über ihre Generation hinaus", sagte Höfken bei einer Diskussionsrunde in einem Mainzer Kino vor knapp 100 Teilnehmern. Auch wenn die großen Forderungen der Initiative "Fridays for future" noch nicht erreicht seien, komme Bewegung in das Ganze.

Dauer

So sei im Herbst ein Jugendklimaforum geplant, sagte Höfken. Dort gehe es etwa darum, Vorschläge für den nächsten Weltklimagipfel im Dezember in Santiago de Chile zu sammeln. Sie lade Schüler und Jugendliche außerdem ein, Vorschläge, Ideen und Kommentare zur Fortschreibung des Klimaschutzkonzepts des Landes einzubringen. "Wir wollen heute zuhören und die Botschaften, die Sie uns mit auf den Weg geben, prüfen."

Die rheinland-pfälzische Umweltministerin UIrike Höfken (Grüne) (Foto: SWR)
"Die Jugendlichen sind sehr argumentationsstark", sagte UIrike Höfken nach der Veranstaltung

"Der letzte Hilfeschrei einer Generation"

Zu Beginn des Protestmarschs hatten die Veranstalter der Bewegung "Fridays for Future" Teilnehmer auch aus Bingen, Alzey, Landau, Kaiserslautern und Koblenz. begrüßt. "Dies ist der letzte Hilfeschrei meiner Generation", rief der Mitveranstalter Maurice Conrad auf der Auftaktkundgebung. "Solange man den Schülern einen Grund gibt zu streiken, solange werden wir streiken."

Trotz eines landesweiten Aufrufs war die Beteiligung an der Demonstration geringer als bei den vier vorangegangenen Aktionstagen seit Januar, an denen sich jeweils um die 1.000 Schülerinnen und Schüler beteiligt hatten. Dieses Mal beteiligten sich nur mehrere 100 Jugendliche. Conrad führte dies auf die laufenden Abiturprüfungen zurück.

Grünen-Landesvorsitzende Jutta Paulus dabei

Auch die Grünen-Landesvorsitzende Jutta Paulus nahm an der Kundgebung teil. "Die Schüler zeigen uns, dass wir mehr machen müssen", sagte die Kandidatin für die Europawahl. Die jüngste Rede von Greta Thunberg im Europaparlament habe gezeigt, dass die Dringlichkeit der Situation bei vielen noch nicht angekommen sei.

Die internationale Resonanz auf die von der schwedischen Schülerin Thunberg gestartete Bewegung hat in Rheinland-Pfalz die Parteien veranlasst, das Gespräch mit Vertretern von "Fridays for Future" zu suchen.

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