Schüler gehen mit einem Demoplakat über die Peter-Altmeier-Allee in der Landeshauptstadt (Foto: dpa Bildfunk, Picture Alliance)

"Fridays for Future" Dreyer ermahnt Veranstalter hinter Klima-Protesten

Ministerpräsidentin Dreyer (SPD) hat die Organisatoren der Klima-Proteste dazu aufgerufen, Rücksicht auf die Schulen zu nehmen. Zugleich kritisierte sie eine Bemerkung von FDP-Chef Lindner.

"Ich habe großen Respekt vor Schülerinnen und Schülern, die sich engagieren für unsere Demokratie und für wichtige Dinge wie den Klimaschutz", sagte Malu Dreyer den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Montag). Die Veranstalter der freitäglichen Demonstrationen sollten jedoch die Schulen miteinbeziehen, mahnte sie.

Dreyer wundert sich über Lindner

Gleichzeitig übte Dreyer Kritik an FDP-Chef Christian Lindner. Der Liberale hatte gesagt, Klimaschutz sei eine Sache für Profis. Darüber könne sie sich "nur wundern", so Dreyer. "Die Kinder erfinden den Klimawandel ja nicht. Sie haben die Wissenschaft auf ihrer Seite."

Demonstranten fordern "echten Klimaschutz"

Seit mehreren Wochen gehen junge Menschen weltweit freitags auf die Straße, anstatt die Schule oder die Universität zu besuchen. Sie fordern von ihrer jeweiligen Regierung "einen echten Klimaschutz", wie die Bewegung "Fridays for Future" auf ihrer Internetseite erklärt.

Vorbild Greta Thunberg

Vorbild für die Streikenden ist die 16-jährige Schwedin Greta Thunberg, die mit ihrem "Skolstrejk för Klimatet" internationale Aufmerksamkeit erlangt hat. Hinter die Streikenden haben sich auch rund 12.000 Wissenschaftler aus Deutschland, Österreich und der Schweiz gestellt.

STAND