Streikendes Sicherheitspersonal am Frankfurter Flughafen (Foto: SWR)

Nach Warnstreik am Frankfurter Flughafen Flugverkehr soll wieder normal laufen

Der Flugbetrieb am Frankfurter Flughafen soll nach dem Ende der Warnstreiks wieder normal laufen. Der Ausstand des privaten Sicherheitspersonals hatte am Dienstag zu leeren Terminals geführt.

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Sendedatum
Sendezeit
18:00 Uhr
Sender
SWR Fernsehen RP

Mehr als die Hälfte der Flüge wurden annulliert, insgesamt rund 620 Flüge. Nach Angaben des Flughafenbetreibers soll es heute Morgen so gut wie keine Ausfälle und Verspätungen mehr geben.

Am größten deutschen Flughafen in Frankfurt gab es nur innerhalb des Transitbereichs Kontrollen für Umsteiger, einen neuen Flug konnte in Frankfurt am Dienstag bis 20.00 Uhr niemand antreten, da keine Kontrollstellen geöffnet waren. Von den mehr als 1.200 geplanten Flügen fiel mehr als die Hälfte aus. Die Folge waren laut Betreiber Fraport fast menschenleere Terminals, in denen sich nur einzelne Heimkehrer und Bedienstete aufhielten. Bei regulärem Flugbetrieb wären etwa 135.000 Passagiere am größten deutschen Luftverkehrsdrehkreuz erwartet worden.

Gewerkschaften wollen mehr Geld und gleiche Bezahlung

Verdi-Verhandlungsführer Benjamin Roscher drohte mit neuen Streiks noch vor der nächsten Verhandlungsrunde am 23. Januar, falls die Arbeitgeber kein verbessertes Angebot vorlegen würden. Verdi und der Deutsche Beamtenbund (DBB) verlangen Lohnsteigerungen für die Branche mit bundesweit 23.000 Beschäftigten und eine einheitliche Bezahlung im Bereich der Passagier-, Fracht-, Personal- und Warenkontrolle an den Flughäfen.

Verdi fordert für die Mitarbeiter brutto 20 Euro pro Stunde, der DBB verlangt einen Stundenlohn von 19,50 Euro. Bislang sind die Stundenlöhne in der Branche regional sehr unterschiedlich geregelt. Verdi pocht auf deutliche Lohnerhöhungen auch in Ostdeutschland.

An den Streiks beteiligten sich laut DBB deutlich mehr als 1.000 der insgesamt 5.000 Beschäftigten. "Das ist eine beeindruckende Antwort der Beschäftigten auf die Verweigerungshaltung der Arbeitgeber", erklärte DBB-Verhandlungsführer Volker Geyer.

Auch an sieben weiteren deutschen Flughäfen gab es am Dienstag Warnstreiks - in München, Hamburg, Hannover, Bremen, Leipzig, Dresden und Erfurt.

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