Die Waldbrandgefahr ist hoch (Foto: picture-alliance / dpa, Jens Wolf)

Feuerwehren sind vorbereitet Gefahr auf höchster Stufe

Am Donnerstag soll die Waldbrandgefahr in Teilen von Rheinland-Pfalz auf einen Höchstwert steigen. Die Feuerwehr im Land sieht sich gewappnet.

Das Land gebe den kommunalen Feuerwehren entsprechende Alarmpläne vor, sagte Branddirektor Alwin Mees von der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) Trier dem SWR. Dadurch wüssten die Wehren, was bei Waldbränden zu tun sei. Die Feuerwehren vermerkten in ihren Alarmplänen unter anderem, welche Bauern im Notfall mit Güllefässern Wasser in einen brennenden Wald fahren könnten. Zudem könnten die Feuerwehren bei Polizei oder Bundeswehr Hubschrauber anfordern, die mit Wasserbehältern an Seilen kleinere Brände an schwer erreichbaren Orten löschen könnten.

Noch nie größere Flächenbrände in Rheinland-Pfalz

Feuerwehrverbände aus Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen hatten kritisiert, dass die Hubschrauber der Bundeswehr oft wegen schlechter Wartung nicht fliegen könnten. Laut Mees weiß auch das Land von dieser Problematik. Man plane deshalb grundsätzlich ohne Hilfe aus der Luft. Größere Flächenwaldbrände habe es im Land noch nie gegeben.

Gefahrenstufe 5 in Rheinhessen

Der Deutsche Wetterdienst warnt vor steigender Waldbrandgefahr in ganz Rheinland-Pfalz. In Teilen Rheinhessens liegt der entsprechende Waldbrandindex am Donnerstag sogar auf der Stufe 5 von 5. Das bedeutet: sehr hohe Gefahr. Sonst herrsche fast überall die Stufe 4. Die Meteorologen in Offenbach rechnen erst am Wochenende mit einer deutlichen Entspannung der Situation.

Schon ein Auto am falschen Platz kann gefährlich werden

Um Waldbrände zu vermeiden, ist nach Angaben des Waldbesitzerverbands Rheinland-Pfalz in Bad Kreuznach vor allem die Achtsamkeit der Besucher gefragt. "Es gibt dann immer noch die Gefahren wie Blitzschlag oder Selbstentzündung. Daran können sie nichts machen. Aber die meisten Brände sind menschengemacht", sagte der Geschäftsführer des Verbandes Wolfgang Schuh.

Schon das Abstellen eines Fahrzeugs am falschen Platz kann ein Feuer auslösen, hieß es. Wenn der Wagen auf trockenem Gras parke, könne es sich leicht durch den heißen Auspuff oder Katalysator entzünden, erklärte Schuh. Gefährlich seien auch Zigaretten, offenes Feuer und weggeworfenes Glas, das schnell zum Brandglas werde könne.

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