Feuerwerk zum Jahreswechsel in Mainz (Foto: Imago, imago images/Rau)

Feinstaubbelastung in Rheinland-Pfalz Umwelthilfe will Silvester-Böllerei aus Innenstädten verbannen

Die Deutsche Umwelthilfe hat beantragt, Silvester-Feuerwerk und Böller in fast 100 vom Feinstaub belasteten deutschen Städten zu verbieten. Aus Rheinland-Pfalz nennt sie vier Städte.

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) stellte einen formalen Antrag auf Erlass eines kommunalen Böllerei-Verbots. In Rheinland-Pfalz wären Mainz, Worms, Neuwied und Ludwigshafen betroffen. In insgesamt 98 deutschen Städten liegen die Feinstaubwerte laut DUH oberhalb des WHO-Grenzwerts. In einem ersten Antrag im Juli hatte die DUH 31 Städte aufgelistet. Mainz hatte den Antrag damals abgelehnt.

Umweltministerin Svenja Schulze (SPD) solle sich für eine Änderung der Sprengstoffverordnung einsetzen oder für eine Novelle des Gesetzes gegen Luftverschmutzung, sagte DUH-Chef Jürgen Resch am Mittwoch in Berlin.

Ein Sechstel des jährlichen Straßenverkehr-Feinstaubs

Statt der für "Luftqualität, Gesundheit und Tierwelt schädlichen Böllerei" in den Stadtzentren wirbt die Umwelt-Organisation für Licht- und Lasershows als "moderne und saubere Alternative".

Resch sagte, an Silvester gelange in vielen Städten etwa ein Sechstel der Feinstaubmenge in die Luft, die sonst das ganze Jahr über aus dem Straßenverkehr komme.

Silvester künftig nur noch mit Lasershow ?

Viele Städte haben auch schon seit Jahren Einschränkungen erlassen, etwa um alte Fachwerkhäuser vor Bränden an Silvester zu schützen. Als Vorbild für das "Silvester der Zukunft" sieht die Umwelthilfe zum Beispiel Landshut in Bayern, wo man den Jahreswechsel mit einer Lasershow zu Musik statt mit einem Feuerwerk feiert.

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