Kampagne in Rheinland-Pfalz Spiegel fordert mehr Solidarität mit Sexismus-Opfern

Die rheinland-pfälzische Familienministerin Spiegel hat Männer und Frauen aufgerufen, sich mit Opfern sexueller Gewalt zu solidarisieren. Dazu kündigte die Ministerin eine Kampagne an.

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"Wir müssen dem Sexismus den Nährboden entziehen", sagte Familienministerin Anne Spiegel (Grüne) bei der Vorstellung der Antisexismus-Kampagne "Laut Stark" am Montag in Mainz. Man müsse jede Gelegenheit nutzen, die MeToo-Debatte um sexuelle Übergriffe weiterzuführen. "Die Verknüpfung der Adjektive 'laut' und 'stark' zeigt: Es geht um Mut und Selbstbewusstsein", so Spiegel. Die Kampagne hat nach Angabe des Ministeriums ein Budget im niedrigen fünfstelligen Bereich.

Mit Informationsveranstaltungen zum Thema Sexismus und Botschaftern wie Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD), DGB-Landeschef Dietmar Muscheid und der früheren Fußball-Nationalspielerin Fatmire Alushi setze die Kampagne ein wichtiges Zeichen, sagte Spiegel. "Sie sollen dem Sexismus die Rote Karte zeigen."

Gegen Machtgefälle am Arbeitsplatz vorgehen

Die Familienministerin kündigte außerdem an, sich auf der Gleichstellungsministerkonferenz (GFMK) als Vorsitzende gegen Sexismus am Arbeitsplatz einzusetzen. "Es gibt nach wie vor ein Machtgefälle in unserer Gesellschaft zwischen Männern und Frauen zulasten der Frauen", so Spiegel.

Sie wolle mit der Kampagne diejenigen Frauen stärken, die mit ihren Erfahrungen von Diskriminierung und sexueller Belästigung an die Öffentlichkeit gegangen seien. "Menschen, die für Sexismus verantwortlich sind, sollen keine Rückendeckung mehr erhalten", forderte sie.

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