Kulturministerium setzt auf Transparenz Erster Bericht zur Kulturförderung im Land

Die Landesregierung hat erstmals aufgelistet, wie viel Fördergeld die rheinland-pfälzischen Kultureinrichtungen vom Land bekommen haben. Künftig soll es diese Übersicht regelmäßig geben.

Kultursommer in Rheinland-Pfalz (Foto: dpa Bildfunk, Thomas Frey)
Unter anderem flossen auch Gelder in den Kultursommer. Thomas Frey

Kulturminister Konrad Wolf (SPD) sagte, mit dem Kulturförderbericht werde es nachvollziehbarer, wohin Geld flösse. Gleichzeitig werde die Vielfalt der Kultur im Land gezeigt. Insgesamt belief sich die Förderung des Kulturministeriums inklusive des Kultursommers Rheinland-Pfalz und des Geldes der Stiftung Rheinland-Pfalz für Kultur 2018 auf rund 122,5 Millionen Euro. Für 2019 und 2020 sind im Doppelhaushalt laut Ministerium jeweils mehr als zehn Prozent mehr vorgesehen.

Die kommunale Kulturförderung mache, so Wolf, die Hälfte der Kulturausgaben aus. Von den 122,5 Millionen Euro 2018 flossen dem Bericht zufolge rund 58,3 Millionen an Künstler, Künstlergruppen, kommunale, kirchliche oder private Kultureinrichtungen. Die restlichen etwa 64,2 Millionen gingen an landeseigene Einrichtungen wie zum Beispiel das Landesbibliothekszentrum und den Landesbetrieb Deutsche Staatsphilharmonie Ludwigshafen.

Kosten für Bauarbeiten werden nicht aufgelistet

Gelder, die in die Sanierung von Kultureinrichtungen investiert wurden, tauchen jedoch nicht im Bericht auf. Sie gehören zu den Ausgaben des Finanz- und Bauministeriums. Auch an Kulturschaffende gegangenes Bundes- und kommunales Geld werden in dem Bericht nicht aufgelistet.

Lob gibt es von den Grünen. Die kulturpolitische Sprecherin Katharina Binz sprach von einem "dringend notwendigen Schritt". Künftig soll es den Kulturförderbericht regelmäßig geben. Wolf zufolge ist ein Zwei-Jahres-Rhythmus angedacht. Grünen-Vertreterin Binz sagte, der Bericht biete endlich einen Überblick über die Förderaktivitäten des Landes, auf deren Basis eine "zielführende Diskussion" geführt werden könne.

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