Polizeibeamte in Leipzig während der Razzia gegen Scheinehen (Foto: dpa Bildfunk, Picture Alliance)

Ermittlungen auch in Ludwigshafen Bundespolizei geht gegen Scheinehen vor

Die Bundespolizei ist in mehreren Bundesländern, auch in Rheinland-Pfalz, gegen eine Schleuserbande vorgegangen. Dabei geht es um den Vorwurf, Scheinehen mit osteuropäischen Frauen vermittelt zu haben.

Wie ein Sprecher sagte, wurden in Sachsen, Thüringen, Rheinland-Pfalz und Bayern 39 Objekte durchsucht. Im Fokus stünden mehr als 60 Verdächtige. Im Rahmen des Einsatzes wurden bislang 28 Personen vorläufig festgenommen. Schwerpunkt der Aktion war der Raum Leipzig. In Rheinland-Pfalz gab es Durchsuchungen in Ludwigshafen. Rund 550 Beamte der Bundespolizei waren insgesamt im Einsatz.

Die Bande soll durch die Vermittlung und Organisation von Scheinehen zahlreiche Menschen nach Deutschland eingeschleust und so hohe illegale Erträge erwirtschaftet haben.

"Rundumversorgung" für eingeschleuste Personen

Den beiden Hauptbeschuldigten wird vorgeworfen, vornehmlich für Inder und Pakistanis Ehen mit osteuropäischen Frauen vermittelt zu haben. Damit konnten die Personen dauerhaft in der Europäischen Union bleiben. Für die Vermittlung der Scheinehen wurden pro Person zwischen 15.000 Euro und 22.000 Euro verlangt. Im Rahmen einer "Rundumversorgung" wurden die Eingeschleusten nach der Einreise auch bei Behördengängen begleitet.

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