Vorhängeschloss auf einer Tastatur (Foto: picture-alliance / Reportdienste, Picture Alliance)

Ein Jahr EU-Datenschutzgrundverordnung Mehr Anfragen und Beschwerden in Rheinland-Pfalz

Mehr Anfragen, mehr Beschwerden: Vor einem Jahr trat die Europäische Datenschutzgrundverordnung in Kraft und sorgte auch in Rheinland-Pfalz für mächtig Arbeit..

Im ersten Jahr der Europäischen Datenschutzgrundverordnung hat sich die Zahl der Anfragen und Beschwerden bei der Aufsichtsbehörde in Rheinland-Pfalz verdreifacht. Dieter Kugelmann, Landesdatenschutzbeauftragter für Rheinland-Pfalz, wertet das als Erfolg. Seine Behörde habe allein seit Anfang 2019 mehr als 2.500 Fälle bearbeitet – im selben Zeitraum vor einem Jahr wären es noch um die 800 gewesen.

Dauer

Das Bewusstsein für Datenschutz sei enorm gestiegen. Viele Bürger nutzten ihre Rechte. Sie verlangten etwa darüber Auskunft, welche Daten ein Versandhändler von ihnen gespeichert habe. Oder sie wehrten sich zum Beispiel gegen Videoüberwachung am Arbeitsplatz.

Höchstes Bußgeld sechsstellig

Das höchste bisher verhängte Bußgeld lag bei 120.000 Euro. Hier waren Gesundheitsdaten im Internet gelandet. Strafen gegen Vereine habe es noch nicht gegeben.

Bevor die europäische Verordnung vor einem Jahr in Kraft trat, war die Verwirrung groß. Viele waren betroffen, viele wussten aber nicht, worum es da genau ging. Mancherorts lagen die Nerven blank - und das führte zu manch sonderbaren Aktivitäten, inklusive abgeschraubter Klingelschilder und Datenpannen beim Datenschutz.

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