Kinder beim essen in einer Kita (Foto: picture-alliance / dpa)

Frühjahrstagung der EKHN-Synode Kirche will mehr Personal für Kitas

Mehr Mitarbeiter für Kitas hat die Synode der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) bei ihrer Frühjahrstagung gefordert. Dafür solle die Landesregierung die Mindeststandards für personelle Ausstattung in Kitas anheben.

Die bisherigen Standards reichten nicht aus, heißt es in einem Papier, das die Synodalen am Freitag in Frankfurt am Main verabschiedeten. Die Kirche könne die Standards in ihren Kindertagesstätten nicht einfach auf eigene Faust erhöhen, sagte Sabine Herrenbrück, die Leiterin des Fachbereichs Kindertagesstätten im Zentrum Bildung der EKHN. Verhandlungen mit den Kommunen über eine Übernahme der Kosten schlügen sonst absehbar fehl. Die Forderung der Synode richtete sich auch an die hessische Landesregierung.

Generaldebette zu evangelischen Kitas

Bei der Generaldebatte der Frühjahrstagung wurden unter anderem die sich verändernden Rahmenbedingungen thematisiert. Dazu gehört der Wunsch vieler Eltern nach längeren Öffnungszeiten. In den EKHN-Einrichtungen in Rheinland-Pfalz wurden nach Angaben der EKHN im vergangenen Jahr 98 Prozent aller Kinder mindestens sieben Stunden täglich betreut. 2006 lag der Wert noch bei leicht über 50 Prozent. Dazu kommen Anforderungen in Fragen der Inklusion und Integration und fehlende pädagogische Fachkräfte.

Dauer

40.000 Kinder in 600 Einrichtungen

Die hessen-nassauische Kirche betreut nach eigenen Angaben in fast 600 Einrichtungen rund 40.000 Kinder in Rheinland-Pfalz und Hessen. 4,5 Prozent aller Kindertagesstätten in Rheinland-Pfalz werden von Trägern der EKHN betrieben. Sie bezuschusst den Betrieb in beiden Ländern mit eigenen Mitteln in Höhe von 41 Millionen Euro.

Ökologischer Schwerpunkt

Bis Samstag kommt die Zwölfte Kirchensynode der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) in Frankfurt zu ihrer Frühjahrstagung zusammen. Schwerpunkt der Tagung ist die Ökologische Ausrichtung der Kirche. Dabei sollen Ideen zu einer gemeinsamen "ökofairen" Beschaffung von Materialien und Dienstleitungen vorgestellt werden. Bereits am Donnerstag sprach Kirchenpräsident Volker Jung in seinem Bericht zur Lage in Kirche und Gesellschaft über die Themen Digitalisierung und Künstliche Intelligenz in kirchlicher und ethischer Dimension. Die vor fünf Jahren begonnene Aufarbeitung der Geschichte der Heimkinder von 1945 bis 1975 in Hessen-Nassau wurde ebenfalls bereits am Donnerstag thematisiert.

Volker Jung, Präsident der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) (Foto: picture-alliance / dpa, SWR)
Volker Jung, Präsident der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN)

Zu einem Viertel in Rheinland-Pfalz

Die Synode mit 140 Delegierten ist gemäß der Kirchenordnung das "maßgebende Organ" der hessen-nassauischen Kirche. Fast ein Viertel ihres Gebiets gehört zwischen Diez und Worms auch zu Rheinland-Pfalz.

STAND