Digitalpakt in Rheinland-Pfalz Schulen im Land für Hubig noch nicht digital genug

Zum Start des neuen Schuljahres will Bildungsministerin Stefanie Hubig die Umsetzung des Digitalpakts an den Schulen noch stärker vorantreiben. Das Land will unter anderem die Lehrer besser schulen.

"Die Schulen in Rheinland-Pfalz sind schon ziemlich digital, aber noch nicht digital genug", sagte Hubig (SPD) dem SWR. In bundesweiten Studien zur digitalen Ausstattung sei das Land immerhin auf den vorderen drei Plätzen zusammen mit Bayern und Hessen.

WLAN ist Grundvoraussetzung

Das Land habe in den letzten Jahren den Breitbandausbau vorangetrieben: "Das ist einer der Hauptgegenstände des Digitalpaktes, da geht es vorrangig darum, dass die Schulträger, die Kommunen, dafür sorgen, dass die Schulen gut mit WLAN versorgt sind. Das ist die Grundvoraussetzung dafür, dass in der Schule digital gearbeitet werden kann."

Darüber hinaus habe das Land die Mittel unter anderem für Schulungen von Lehrkräften verdreifacht: "Lehrerinnen und Lehrer lernen, wie man mit digitalen Medien umgeht. Da gibt es eine große Palette an digitalen Medien, die man erst einmal kennenlernen muss und bei denen man wissen muss, wie man sie einsetzt."

Lehrer sollen mehr Online-Kurse machen

Die Weiterbildung der Lehrkräfte finde sowohl während der Ferien als auch während der Schulzeiten statt. Jedoch sollten verstärkt Online-Kurse eingesetzt werden.

Digitale Kompetenzen sind mehr als digitale Technik im Unterricht (Foto: dpa Bildfunk, dpa Bildfunk)
Dauer

Auch das Schulbauprogramm sei mit 60 Millionen Euro aufgestockt worden: "Die Sanierung der Schulgebäude ist noch immer Sache der Träger der Schulen, der Kommunen. Jedoch unterstützen wir diese, weil es uns als Land wichtig ist, dass die Umgebung der Schüler gut ist. Man kann erst dann gut lernen, wenn die Umgebung ordentlich ist." Insgesamt fünf Milliarden Euro stellt der Bund den Ländern für den Digitalpakt zur Verfügung.

170 neue Lehrerstellen geschaffen

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Zum Start des neuen Schuljahres seien rund 1.000 Lehrerstellen neu besetzt worden, sagte Hubig. Neue Lehrkräfte zu gewinnen, sei nicht einfach. Dies sei ein bundesweites Thema. Mit gezielter Werbung für ein Lehramtsstudium, dem Ausbau der Ausbildungskapazitäten und der Verbeamtung der Lehrkräfte stehe Rheinland-Pfalz besser da als viele andere Bundesländer. Trotz insgesamt sinkender Schülerzahlen hat das Bildungsministerium zum neuen Schuljahr 170 neue Lehrerstellen eingerichtet.

An den Realschulen plus, Integrierten Gesamtschulen und Gymnasien seien alle Planstellen mit jeweils dafür ausgebildeten Lehrkräften besetzt worden, sagte die Ministerin. An den Grundschulen, wo die Schülerzahl noch einmal gestiegen ist, können 31 der rund 8.000 Planstellen erst zum zweiten Halbjahr ab Anfang Februar besetzt werden. Bei Förderschulen trifft dies auf 39 von 3.000 Planstellen zu.

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