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Schlamperei mit Patientendaten Geldbuße gegen Mainzer Uniklinik verhängt

Wegen schlampigen Umgangs mit Patientendaten hat der Landesdatenschutz-Beauftragte eine Geldbuße von 105.000 Euro gegen die Mainzer Uniklinik verhängt. Die Klinik betont nun, dass niemand zu Schaden gekommen sei.

Konkret geht es nach Angaben des Datenschutz-Beauftragten Dieter Kugelmann um die Verwechslung eines Patienten bei der Aufnahme. Im Zusammenhang damit sei es zu mehreren Verstößen gegen die Datenschutz-Grundverordnung gekommen. So wurde beispielsweise eine Rechnung an die falsche Adresse geschickt.

Die Panne habe "strukturelle technische und organisatorische Defizite des Krankenhauses beim Patientenmanagement" offenbart, so der Datenschutzbeauftragte.

Patient nicht geschadet

Der Vorstand der Mainzer Universitätsmedizin hat eingeräumt, gegen die Datenschutzverordnung verstoßen zu haben. In einer Mitteilung betont er jedoch, dass kein Patient zu Schaden gekommen sei.

Besserung gelobt

Außerdem werde die Universitätsmedizin eine Reihe von Maßnahmen umsetzen, um das Thema Datenschutz bei den Beschäftigten stärker in den Mittelpunkt zu rücken. Speziell geschulte Mitarbeiter würden die Datenschutzprozesse zentral abstimmen. Es gebe beispielsweise Rundbriefe, Dienstanweisungen und Schulungen, um künftig Fehler zu vermeiden.

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