Die Montage zeigt eine junge Frau von der DLRG, die mit dem Fernglas auf einen vollen Badesee blickt. (Foto: SWR, Montage: SWR / dpa/picture-alliance)

DLRG-Statistik veröffentlicht Zahl der Badetoten in Rheinland-Pfalz gestiegen

22 Menschen kamen 2018 ums Leben, wie aus Daten hervorgeht, die die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) am Donnerstag veröffentlichte. Ein Grund: das "langanhaltende Sommerwetter".

Dauer

2017 gab es den Angaben der gemeinnützigen Organisation zufolge 17 Todesopfer. Unfallschwerpunkte waren laut DLRG-Sprecher Achim Wies ungesicherte Badestellen wie an Seen und Flüssen. Als Ursachen vieler Ertrinkungsfälle gelten Leichtsinn, das Überschätzen der eigenen Leistungsfähigkeit, eine zu hohe Risikobereitschaft sowie das Baden an unbewachten Stellen.

Mehrere Menschen ertranken im rheinland-pfälzischen Abschnitt des Rheins, so etwa ein Mann im August nahe Worms. Er war an derselben Stelle in den Fluss gegangen, an der zuvor zwei 9 und 13 Jahre alte Mädchen ertrunken waren. Im Juni starben drei Erntehelfer beim Schwimmen im Niederwiesenweiher in Böhl-Iggelheim (Rhein-Pfalz-Kreis).

Flüchtlinge beim Schwimmen besonders gefährdet

Insgesamt gab es 2018 in Deutschland 504 tödliche Badeunfälle. Dabei kamen im Ländervergleich mit 89 Toten in Bayern die meisten Menschen ums Leben. Eine "besondere Risikogruppe" seien weiterhin Flüchtlinge, teilte die DLRG mit. Demnach ertranken im vergangenen Jahr in Deutschland 33 Asylsuchende, fast alle von ihnen waren Nichtschwimmer.

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