Das Bild zeigt die Mainzer Notaufnahme - aus Rheinland-Pfalz kommt Zustimmung zu den Reformplänen von Gesundheitsminister Spahn (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/Andreas Arnold/dpa (Symbolbild))

Krankenhaus-Präsident lobt Spahns Reformentwurf Schluss mit überfüllten Notaufnahmen in Rheinland-Pfalz?

Die Landeskrankenhäuser in Rheinland-Pfalz haben Pläne von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) begrüßt, die Notfallversorgung neu zu regeln.

Spahns Pläne könnten die oft überfüllten Notaufnahmen entlasten, sagte der Präsident der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), Gerald Gaß. Er führt auch die Geschäfte des Landeskrankenhauses Andernach.

Zwölf Millionen Patienten suchen laut Gaß die ambulante Notfallversorgung in Kliniken im Jahr auf - viele Patienten seien überzeugt davon, dass ihnen nur im Krankenhaus schnell geholfen wird.

Dem Gesetzentwurf zufolge soll im Vorfeld am Telefon entschieden werden, ob Patienten in die Notaufnahme kommen müssen oder ob ein zeitnaher Arzttermin ausreicht. Zudem soll es bundesweit sogenannte Integrierte Notfallzentren in den Kliniken geben. Dort könnten Patienten entweder sofort in die Notaufnahme geschickt oder ambulant weiterbehandelt werden.

Bessere Steuerung von Notfällen

Die DKG begrüße sehr, dass die Reformpläne eine bessere Steuerung der Patienten vorsähen. Patienten, die gut beim Hausarzt versorgt werden könnten, müssten nicht mehr in die Krankenhäuser fahren.

"Es gibt eben auch die niedergelassenen Arztpraxen, die zu den üblichen Sprechzeiten eine sehr gute Anlaufstelle sind."

Gerald Gaß, DKG-Präsident

Notrufnummern zusammenführen

Die Notrufnummern 116117 und 112 sollen zusammengeführt werden. (Foto: picture-alliance / Reportdienste, picture alliance / Janne Kieselbach/dpa)
Die Notrufnummern 116117 und 112 sollen zusammengeführt werden. picture alliance / Janne Kieselbach/dpa

Einige Krankenhäuser kommen nach Angaben von Gaß bei der Versorgung von Notfällen momentan deutlich an ihre Grenzen. Die Kliniken wollten auch zukünftig einen großen Beitrag bei der ambulanten Notfallversorgung leisten, versicherte er.

Die Pläne des Gesundheitsministers sehen unter anderem vor, dass Anrufe unter der Nummer 112 für den Rettungsdienst und der Nummer 116117 für die ärztliche Terminabsprache an einer Stelle zusammenlaufen. Noch handelt es sich bei den Plänen aber um einen Arbeitsentwurf aus dem Ministerium.

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