Aufräumen nach dem Waggonbrand in Unkel (Foto: SWR)

Bundesrechnungshof sieht Milliardenlücke Schnieder besorgt über Bericht zu Bahnfinanzen

Der Bundesrechnungshof sieht offenbar bei der Deutschen Bahn eine Finanzierungslücke von fast drei Milliarden Euro. Nicht rentabel ist aus Sicht der Prüfer auch die in Mainz angesiedelte Güterverkehrssparte DB Cargo.

Der Eifeler Bundestagsabgeordnete und Parlamentarische Geschäftsführer der Unionsfraktion, Patrick Schnieder, bezeichnete den Prüfbericht des Bundesrechnungshofes zur Bahn in einem Gespräch mit dem SWR als besorgniserregend.

Schnieder: Verkehrsausschuss muss beraten

Der Bericht, der dem ARD-Hauptstadtstudio vorliegt, sieht eine Finanzierungslücke der Bahn bis Ende des Jahres von drei Milliarden Euro und empfiehlt einen Verkauf der Bahn-Speditionstochter Schenker. Als problematisch sehen die Prüfer auch die mangelnde Rentabilität der in Mainz angesiedelten Güterverkehrssparte DB Cargo.

Schnieder sagte dem SWR, man müsse sich die Untersuchung des Rechnungshofes sehr genau anschauen und im Verkehrsausschuss des Bundestages beraten.

Bahn: Rechnungshof nicht auf aktuellem Stand

Aus Bahn-Unternehmenskreisen hieß es am Freitag dagegen: "Der Bundesrechnungshof ist ganz offenbar nicht auf dem aktuellen Stand. Dem DB-Aufsichtsrat liegt ein belastbares Konzept vor, in dem die Finanzierung milliardenschwerer Investitionen in jedem Fall aus eigener Kraft gesichert ist."

DB Schenker hat auch Standorte in Rheinland-Pfalz, unter anderen in Ludwigshafen. Die DB Cargo hat ihre Zentrale in Mainz, bis 2016 hieß das Unternehmen DB Schenker Rail Deutschland AG. Sie wickelt den Fracht-Schienenverkehr ab, während DB Schenker Logistiklösungen für alle anderen Transportwege (Lkw, Luft, Seeweg) anbietet.

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