Im Wald am Donnersberg könnte eine Sommerrodelbahn entstehen. (Foto: SWR)

Bundesrat unterstützt rheinland-pfälzische Initiative Waldbesitzer sollen nach Dürre mehr Geld erhalten

Der Bundesrat ist einem Antrag aus Rheinland-Pfalz gefolgt und hat mehr Geld für Forstbetriebe zum Ausgleich von Dürreschäden gefordert. Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner müsse die Hilfen aufstocken.

Die vom Bund in Aussicht gestellten Mittel von 25 Millionen Euro für einen Zeitraum von fünf Jahren seien "in keiner Weise hinreichend, um dem extremen Schadensausmaß gerecht zu werden", heißt es in der Entschließung des Bundesrats.

Höfken: Klarer Auftrag an den Bund

Die rheinland-pfälzische Forstministerin Ulrike Höfken (Grüne) sagte, sie sei froh, dass sich die Länderkammer so deutlich für eine größere Unterstützung kommunaler und privater Waldbesitzer ausgesprochen habe. Das sei ein klarer Auftrag an den Bund, erklärte sie. Jetzt müsse Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner die Hilfen aufstocken, um die Waldökosysteme zu stärken.

Klöckner erwartet Beteiligung der Länder

Bundesministerin Klöckner (CDU) hatte am Donnerstag erklärt, ihr Ministerium habe rasch auf die Notlage in der Forstwirtschaft reagiert. Der Bund habe seine Hausaufgaben gemacht. Sie erwarte, dass sich die Länder ausreichend an den Hilfsmaßnahmen beteiligten.

In Rheinland-Pfalz sind nach Angaben des Forstministeriums 84 Prozent der Bäume geschädigt. Für das vergangene Jahr sei mit Schäden allein durch den Borkenkäfer in Höhe von 20 Millionen Euro zu rechnen, in privaten und kommunalen Wäldern ebenso wie im Staatswald.

Überangebot an Holz

Rheinland-Pfalz hat jährlich sieben Millionen Euro für den Ausgleich von Schäden im Staatswald bereitgestellt. Der Betrieb Landesforsten fürchtet Millioneneinbußen in der Holzvermarktung. Weil die vom Borkenkäfer geschädigten Bäume gefällt werden müssen, gibt es ein Überangebot an Holz. Beim kommunalen Wald, der 47 Prozent der Waldfläche in Rheinland-Pfalz einnimmt, und beim Privatforst sieht das Mainzer Ministerium die Zuständigkeit aber in erster Linie beim Bund.

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