Die Rheinstraße in Mainz ist voll gesperrt, man sieht dutzende Rettungskräfte der Feuerwehr (Foto: SWR, Daniel Brusch)

Polizei schließt Ermittlungen ab Brandursache in Rheingoldhalle wohl gefunden

Die Kriminalpolizei Mainz hat die Ermittlungen an der Brandstelle der Rheingoldhalle abgeschlossen. Ausgebrochen ist das Feuer wohl in den Fugen der Hallenmauern.

Am Dienstag hatten Sachverständige und Brandermittler die Ursachenforschung in der Halle fortgesetzt, wie Polizeisprecher Rinaldo Roberto in Mainz sagte. Dazu wurde in der Halle extra eine Arbeitsbühne aufgebaut und verschiedene Gebäudeteile geöffnet. Hierbei sei in einer Mauerfuge zwischen der Nord- und der Ostwand die Brandausbruchsstelle lokalisiert worden.

Die Brandursache ließe sich dabei mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit auf Bauarbeiten im Kongresssaal, in der Nähe dieser Fuge zurückführen. Das Feststellen von Verantwortlichkeiten sowie der zeitlichen Abläufe seien nun Bestandteil der weiteren Ermittlungen der Kriminalpolizei Mainz. Einen "elektrotechnischen Defekt" hatte die Polizei zuvor bereits ausgeschlossen.

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Schadenshöhe noch nicht bekannt

Der wirtschaftliche Schaden des Feuers ist der Stadt noch nicht bekannt. "Wir können heute noch nicht alle Folgen absehen", sagte Oberbürgermeister Michael Ebling (SPD).

Gutachter sollen in den nächsten Wochen zur Ermittlung der Schadenssumme die von den Flammen beschädigten Gebäudeteile untersuchen. Diese Prüfungen würden voraussichtlich noch mindestens bis Mitte Juni dauern, sagte Bürgermeister Günter Beck (Grüne).

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Großer Kongresssaal gesperrt

Der große Kongresssaal der Rheingoldhalle kann nach Angaben der Stadt auf absehbare Zeit nicht genutzt werden. Eigentlich sollte sein Umbau im Oktober 2019 fertig sein.

Für Veranstaltungen, Messen und Fastnachtssitzungen dort ist das Stadtmarketing nun auf der Suche nach Ausweichquartieren. Den rund 400 Helfern will die Stadt mit zwei Konzerten für ihren Einsatz danken.

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