Vor knapp drei Jahren ist das Modellprojekt

Betreuung älterer Menschen Positive Rückmeldungen für Gemeindeschwester plus

Sozialministerin Bätzing-Lichtenthäler zieht eine positive Bilanz für das Modellprojekt Gemeindeschwester plus. Es soll Senioren dabei helfen, länger selbstständig zu bleiben.

Am Dienstag stellte Sozialministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler (SPD) den Evaluationsbericht der Universität Köln zu dem Projekt vor, das Ende 2018 seinen Abschluss findet - und spricht von einem "großen Gewinn". Dies zeigten besonders die positiven Rückmeldungen aus den Modellkommunen und von den Menschen selbst.

2,9 Millionen Euro hat das Sozialministerium insgesamt investiert. Unter anderem 18 Gemeindeschwestern wurden damit an dreizehn Pflegestützpunkten finanziert. Bei Hausbesuchen unterstützen sie die alten Menschen, die noch keine Pflege brauchen, mit konkreten Angeboten zum Erhalt ihrer Selbstständigkeit.

Dauer

Fortsetzung noch nicht komplett gesichert

Ende 2018 läuft das Modellprojekt nun aus, die Art der Fortsetzung ist noch nicht komplett gesichert. Laut Bätzing-Lichtenthäler sind für 2019 und 2020 Finanzmittel eingeplant. Wie viel Geld konkret zur Verfügung gestellt werden kann, wollte die Sozialministerin nicht sagen.

Ziel sei es, die Gemeindeschwester plus in den bestehenden Modellkommunen weiterzuführen und neue hinzuzunehmen. Allerdings sieht Bätzing-Lichtenthäler auch die Kommunen und Pflegekassen in der Verantwortung. Das Projekt sei ein Weg, Pflege hinauszuzögern. "Und es ist eine Möglichkeit für die Pflegekassen, Geld zu sparen", erklärte die Ministerin. Deshalb müsse es im Sinne der Kassen sein, finanzielle Mittel zur Verfügung zu stellen.

Der Beauftragte für Pflege der CDU-Landtagsfraktion, Michael Wäschenbach, mahnt, man dürfe nicht den Blick auf das Kernproblem in der Pflege verlieren. Bei immer weiter steigender Zahl der Pflegebedürftigen gebe es eine sich vergrößernde Fachkräftelücke in der Pflege.

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