Eier in Karton (Foto: picture-alliance / dpa)

Belastete Eier aufgetaucht Fipronil-Eier auch nach Rheinland-Pfalz geliefert

Auch nach Rheinland-Pfalz sind mit Fipronil belastete Eier geliefert worden. Das hat das Landesuntersuchungsamt mitgeteilt.

Die Eier stammen aus einer Freilandhaltung in den Niederlanden und fielen bei rechtlich vorgeschriebenen Eigenkontrollen in nordrhein-westfälischen Packstellen auf. Aus dem Landesuntersuchungsamt (LUA) heißt es: "Die festgestellten Gehalte des Wirkstoffes Fipronil sind zwar mit keinerlei Gesundheitsrisiken verbunden, liegen aber über dem gesetzlichen Grenzwert von 0,005 mg/kg. Die Eier sind deshalb nicht verkehrsfähig und werden aus dem Handel zurückgerufen."

Über Handelsketten auch nach Rheinland-Pfalz gekommen

Die Eier wurden von Nordrhein-Westfalen aus über unterschiedliche Handelsketten in Nordrhein-Westfalen selbst, in Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg, Niedersachsen und im Saarland vermarktet. Für Verbraucher sind sie nach Angaben des nordrhein-westfälischen Umweltministeriums durch die Stempelaufdrucke 1-NL-4050502 und 0-NL-4031002 zu identifizieren.

Behörden haben reagiert

Die rheinland-pfälzischen Behörden haben nach eigenen Angaben sofort nach Bekanntwerden der neuerlichen Fipronil-Funde reagiert. Während das LUA die weit verzweigten Lieferwege der belasteten Eier nach Rheinland-Pfalz ermittelte und prüfte, ob und wo wie viele Eier bereits in den Handel gelangt sind, überwachen die Behörden vor Ort jetzt die Rückrufe der betroffenen Ware aus Nordrhein-Westfalen, heißt es.

Spätfolge aus vergangenem Jahr

Der neue Fall von belasteten Eiern ist nach niederländischen Angaben eine Spätfolge der Krise von 2017. Die Lebensmittelbehörde dort geht davon aus, dass sich im Boden noch immer Reste des Stoffes befinden. Nach Aussage des nordrhein-westfälischen Umweltministeriums gilt das Desinfektionsmittel Dega-16, mit dem Ungeziefer bei Geflügel bekämpft wird, als wahrscheinlicher Auslöser. Es wird vermutet, dass diesem Desinfektionsmittel Fipronil beigemischt worden sein könnte, obwohl dieser Stoff bei Nutztieren nicht verwendet werden darf.

Stichproben wurden untersucht

Seit dem Fipronil-Skandal im vergangenen Jahr werden im LUA stichprobenartig Eier und eihaltige Produkte auf Fipronil untersucht. Im Jahr 2018 waren es bisher 10 Proben Hühnereier, zwölf Proben Mayonnaise, zehn Proben Frische Eierteigwaren (Nudelteig) und zehn Proben Eierlikör. Ergebnis: Bis auf eine Mayonnaise waren alle Proben hinsichtlich ihres Gehaltes an Fipronil verkehrsfähig. Die Mayonnaise wurde wegen Überschreitung des Höchstgehaltes für Fipronil in Hühnervollei beanstandet. Der Probenplan des LUA für die kommenden Wochen sieht zunächst die Untersuchung weiterer 25 Proben Hühnereier vor.

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