Ein Stück des Koblenzer Stadtwaldes. Durch die Mitte zieht sich ein Streifen mit kahlen Bäumen. Sie sind die Folge der langen Dürre im Jahr 2018 (Foto: dpa Bildfunk, Picture Alliance)

Beginn der Waldzustandserhebung 2019 So schlecht geht es dem Wald in Rheinland-Pfalz

,

Lange Dürre und der Borkenkäfer sind bereits im vergangenen Jahr ein Problem für den rheinland-pfälzischen Wald gewesen. Der Trend setzt sich auch in diesem Jahr wieder fort.

In Rheinland-Pfalz beginnt die Waldzustandserhebung 2019. Landesweit werden dafür etwa 4.000 Bäume untersucht. Damit soll der Gesundheitszustand des Waldes erfasst werden. Die Forstleute schauen sich vor allem die Baumkronen an. Der Zustand gibt Aufschluss darüber, ob die Bäume gesund sind, oder ob Dürre, Schädlinge oder Luftschadstoffe sie geschwächt haben.

Dauer

84 Prozent der Bäume sind geschädigt

Bei der Erhebung im vergangenen Jahr hatte sich gezeigt, dass 84 Prozent der Bäume in den rheinland-pfälzischen Wäldern geschädigt sind. Aufgrund der Trockenheit rechnet Umweltministerin Ulrike Höfken nicht damit, dass das Ergebnis in diesem Jahr besser ausfallen wird. Auch 2019 liegen, ähnlich wie im vergangenen Jahr, die Folgen der Trockenheit und der Befall des Borkenkäfers wieder im Vordergrund der Erhebung. Aber auch Raupenfraß oder Pilzbefall sowie die Vitalität der Baumkronen werden erfasst.

Einheitliche Erhebungen

Um für alle Bäume eine einheitliche Erhebung zu gewährleisten, treffen sich die Forstleute im Vorfeld um Kriterien für die Beurteilung festzulegen. Dazu dienen Beispielbäume, die von den Förstern gemeinsam beurteilt werden. Die Erhebung wird voraussichtlich bis zum 9. August abgeschlossen sein. Die Ergebnisse werden dann Ende des Jahres im Waldzustandsbericht vorgestellt.

AUTOR/IN
STAND
AUTOR/IN