Zurück nach Rheinland-Pfalz Dreyer kündigt ihren Rückzug aus SPD-Bundesvorstand an

Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer zieht sich von der SPD-Bundesspitze zurück. Doris Ahnen und Alexander Schweitzer kandidieren dagegen erneut für den Bundesvorstand.

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"Ich habe mich entschieden, mich nach dem Parteitag der SPD auf unser schönes Bundesland zu konzentrieren", sagte Dreyer am Montag. "Ich war gerne Stellvertreterin, und ich war auch sehr gerne kommissarische Bundesvorsitzende unserer wunderbaren Partei."

Die 58-Jährige betonte: "Meine Entscheidung habe ich schon vor einiger Zeit gefasst und bereits vor dem Ausgang der Wahl am Wochenende die beiden Duos informiert."

Der frühere nordrhein-westfälische Finanzminister Norbert Walter-Borjans und die Bundestagsabgeordnete Saskia Esken aus Baden-Württemberg waren am Samstag zur neuen SPD-Doppelspitze gewählt worden. Beide gelten als Kritiker der Großen Koalition.

Ahnen und Schweitzer kandidieren

Im Gegensatz zu Dreyer kandidieren die Finanz- und Bauministerin Doris Ahnen sowie der Fraktionsvorsitzende Alexander Schweitzer beim Bundesparteitag in Berlin erneut für den Parteivorstand.

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Sie waren Anfang Oktober vom Landesvorstand einstimmig nominiert worden. Ihre Perspektive und Erfahrung seien in der aktuellen Phase des Umbruchs der Bundespartei sehr hilfreich, sagte der Landesvorsitzende Roger Lewentz am Montag laut Mitteilung.

Dreyer will weiter Verantwortung übernehmen

Sie werde auch weiterhin auf Bundesebene Verantwortung übernehmen, sagte Dreyer, als Koordinatorin der SPD-Länder und als Ministerpräsidentin in den Gremien der Partei.

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